Illegale Arbeitsverhältnisse

Easyjet in Frankreich verurteilt

09.04.2010 - 16:45 0 Kommentare

Easyjet muss in Frankreich Nachzahlungen an das Arbeitsamt und Schadenersatz leisten. Das Unternehmen hatte Mitarbeiter in Paris unzulässigerweise mit britischen Arbeitsverträgen beschäftigt.

EasyJet Airbus A319 - © © AirTeamImages.com -

EasyJet Airbus A319 © AirTeamImages.com

Der britische Billigflieger Easyjet ist in Frankreich wegen illegaler Beschäftigungsverhältnisse verurteilt worden. Ein Gericht in Créteil bei Paris wies das Unternehmen am Freitag an, dem französischen Arbeitsamt 1,4 Millionen Euro nachzuzahlen. Zudem wurde die Airline mit einer Geldbuße von 150.000 Euro belegt.

Dem Unternehmen wird zur Last gelegt, 170 Mitarbeiter am Pariser Flughafen Orly unzulässigerweise mit britischen Arbeitsverträgen beschäftigt zu haben. Dadurch sparte Easyjet Sozialabgaben und Krankenversicherungsbeträge in Frankreich. Das Unternehmen schloss nicht aus, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.

Demnach muss Easyjet auch zwei Pilotengewerkschaften und einem Flugkapitän, die als Nebenkläger aufgetreten waren, insgesamt 100.000 Euro an Schadensersatz überweisen. Der Antrag der französischen Rentenkasse auf eine Entschädigung in Höhe von acht Millionen Euro wurde hingegen abgewiesen.

In Deutschland streitet sich Easyjet mit der Gewerkschaft Verdi um einen Mitbestimmungsvertrag nach deutschen Regelungen für die 300 Easyjet-Beschäftigten in Berlin-Schönefeld. Auch hier beruft sich Easyjet darauf, dass die Mitarbeiter mit britischem Vertrag bei einem britischen Arbeitgeber beschäftigt seien.

Von: AFP
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