Easyjet-Flotte soll bis 2019 auf 300 Maschinen wachsen

23.04.2015 - 13:51 0 Kommentare

Easyjet will weiter wachsen: Die Flotte der Billig-Airline soll bis 2019 aus 300 Flugzeugen bestehen. Konkurrent Ryanair hat noch größere Pläne. Davon ist Lufthansa mit Germanwings/Eurowings noch weit entfernt.

Easyjet-Flugzeuge am Flughafen Berlin-Schönefeld

Easyjet-Flugzeuge am Flughafen Berlin-Schönefeld
© dpa

Boeing 737 MAX in den Farben von Ryanair.

Boeing 737 MAX in den Farben von Ryanair.
© Boeing

Vueling Airbus A320

Vueling Airbus A320
© Vueling

Airbus A320neo in der Farben der Norwegian Airlines

Airbus A320neo in der Farben der Norwegian Airlines
© Airbus

Airbus A320neo in den Farben der easyJet.

Airbus A320neo in den Farben der easyJet.
© Airbus - Masterfilms

Erste A320 der Eurowings

Erste A320 der Eurowings
© Lufthansa

Abfertigung eines Flugzeugs der Germanwings auf dem Flughafen Hannover.

Abfertigung eines Flugzeugs der Germanwings auf dem Flughafen Hannover.
© dpa - Ole Spata

Die britische Billig-Fluggesellschaft Easyjet will ihre Flotte bis 2019 auf 300 Maschinen aufstocken. Das hat Airline-Chefin Carolyn McCall laut "Bloomberg" in Hamburg angekündigt. Easyjet hat dort diese Woche ihren 250. Airbus der A320-Familie in Empfang genommen. Derzeit besteht die Flotte laut Airline-Angaben aus 243 Maschinen, alle Flugzeuge gehören der A320-Familie an.

Möglich machen soll das Wachstum ein Vertrag, der bereits vor zwei Jahren abgeschlossen wurde. Damals hatte der Lowcost-Carrier 35 Maschinen vom Typ A320 bestellt und 100 vom Typ A320neo. Die Flugzeuge sollen zwischen 2017 und 2021 ausgeliefert werden. 85 der neu bestellten Maschinen werden alte ersetzen, die anderen 50 sollen werden die Flotte vergrößern. Der gleiche Vertrag beinhaltet außerdem eine Option, die Easyjet offenbar nutzen möchte. Es geht um 100 weitere A320neo. "In diesem Rahmen werden wir arbeiten", deutete McCall an.

Ryanair plant 500-Maschinen-starke Flotte

Auch Konkurrent Ryanair hatte angekündigt, seine Flotte weiter zu vergrößern. Sie soll bis 2019 auf knapp 500 Maschinen anwachsen. Derzeit besteht die Flotte aus 315 Maschinen, darunter zwei für den Sommer geleaste A320. Die restlichen Flugzeuge sind vom Typ Boeing 737.

Ryanair wird auch in Zukunft auf Boeing-Flugzeuge setzen. Schon 2013 wurden insgesamt 175 Flugzeuge bei Boeing bestellt. Die Maschinen vom Typ 737-800 sollen bis 2019 ausgeliefert sein. Im vergangenen September orderte die Airline dann noch einmal 100 Maschinen vom Typ 737 Max 200. Diese Maschinen, bei der die Lowcostairline Launchcustomer wird, sollen dann bis 2024 eingeflottet werden. Laut Airline-Chef Michael O'Leary will die Fluggesellschaft mit den Maschinen in neue Märkte in Europa vordringen und die etablierten Fluglinien herausfordern.

© Boeing, Lesen Sie auch: Ryanair beschert Boeing Milliardenauftrag

Von einem Wachstum wie bei Easyjet und Ryanair ist der größte deutsche Lowcoster Germanwings weit entfernt. Die Flotte der Lufthansa-Billigtochter besteht derzeit aus gerade einmal 60 Flugzeugen der A320-Familie. Damit ist Germanwings für ihre Verhältnisse bereits so groß wie nie: Die Airline hatte zuletzt die meisten Kurz- und Mittelstreckenflüge der Lufthansa und gleichzeitig etliche Flugzeuge aus dem Flottenbestand der Mutter übernommen.

Norwegian hat bis zu 400 Flugzeuge bestellt

Zusammen mit rund 20 Bombardier-Jets der Eurowings ist Germanwings nun sogar ähnlich groß wie die aufstrebenden neuen europäischen Billig-Konkurrenten Vueling und Norwegian. Aber das ist nur eine Momentaufnahme. Norwegian hat insgesamt 400 Flugzeuge bestellt, die spanische IAG-Lowcostairline Vueling kommt immerhin auf 105 Bestellungen und Optionen. Der Lufthansa-Konzern dagegen muss seine rund 200 Bestellungen für neue A320-Maschinen auf gleich mehrere Airlines aufteilen und hat etliche sehr alte Flugzeuge in der Flotte, die dringend erneuert werden müssen.

Um im Verdrängungswettbewerb mit den anderen europäischen Billigfliegern einigermaßen mithalten zu können, baut der Lufthansa-Konzern nun an seiner neuen Marketing-Plattform "Eurowings." Unter diesem Namen werden schon ab dem Winter sowohl Germanwings als auch Eurowings operieren. Zudem sollen die anderen Lufthansa-Beteiligungen Flugzeuge für Eurowings betreiben.

Von: airliners.de
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