Easyjet und Emirates planen Kooperation

30.10.2018 - 12:34 0 Kommentare

Der britische Billigflieger Easyjet und die Golf-Airline Emirates streben eine Kooperation an. Künftig wolle man gemeinsame Flugverbindungen anbieten. Einen Zeitplan gibt es wohl auch bereits.

Eine Easyjet-Airbus vor einer Boeing 777 von Emirates. - © © AirTeamImages.com - Derek Pedley

Eine Easyjet-Airbus vor einer Boeing 777 von Emirates. © AirTeamImages.com /Derek Pedley

Billigflieger-Easyjet und Emirates, wollen künftig gemeinsame Flugverbindungen anbieten, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Demnach habe Emirates-CCO Thierry Antinori kürzlich gesagt, dass man Passagieren die Möglichkeit geben wolle, mit einer Kombination von Emirates und Easyjet zwischen Europa und Dubai zu fliegen. Das Projekt solle noch in diesem Jahr starten.

Konkret würde Easyjet Zubringerflüge zu europäischen Emirates-Airports übernehmen. Der Plan sieht vor, dass Passagiere ein Ticket für Flüge beider Airlines bekommen und auch das Gepäck durchgecheckt werden soll. Dazu sagte Antinori, dass kein Kunde am Umsteigeflughafen seinen Koffer tragen müsse. Außerdem werde es "klare Regelungen geben, wer zuständig ist, wenn es Probleme gibt".

Praxis wird in Gatwick getestet

Easyjet teilte airliners.de mit, dass viele Fluggesellschaften, darunter Emirates, ihr Interesse an dem "Worldwide by Easyjet"-Programm bekundet hätten. Nach Informationen des "Spiegel" würde man die Kooperation am Flughafen London-Gatwick derzeit testen. Allerdings müssten Kunden ihre Koffer abholen und wieder einchecken; auch müssen die Sicherheitskontrollen abermals passiert werden. London-Gatwick ist vor Berlin-Tegel der wichtigste Airport des Billigfliegers innerhalb ihres Netzwerks. Emirates bietet drei tägliche Verbindungen zwischen London-Gatwick und Dubai an.

Easyjet-Europachef Thomas Haagensen sagte im Gespräch mit airliners.de, dass man immer nach Partnern für das "Worldwide"-Programm Ausschau halte. Allerdings werde man nicht vom Geschäftsmodell des Point-to-Point-Verkehrs abrücken und beispielsweise Flugpläne künftig auf Zubringerflüge anzupassen.

"Worldwide"-Verbund wächst

Gestartet wurde "Worldwide" im Dezember 2017 mit Norwegian und Westjet am Flughafen London-Gatwick. Später kamen dann größere Carrier wie Virgin Atlantic oder Scoot dazu. Gleichzeitig erweiterte Easyjet das Netzwerk aber auch um Regional-Carrier, wie La Compagnie oder Loganair.

Umsteigen im "Worldwide"-System geht nur bei einer Mindestumstiegszeit von zwei Stunden und 30 Minuten. Koffer müssen dabei in der Regel am Umsteigeflughafen vom Passagier selbst neu eingecheckt werden. Verpasst ein Passagier einen Anschlussflug, wird er auf den nächsten verfügbaren Flug umgebucht.

Von: br
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