Easyjet erwägt nach Brexit eine EU-Lizenz

01.07.2016 - 15:05 0 Kommentare

Der Brexit ist beschlossen, und Großbritanniens Billigerflieger Easyjet reagiert: Laut einem Medienbericht will die Airline ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) in der Europäischen Union beantragen.

Easyjet ist nach Ryanair der größte Billigflieger in Europa. - © © Easyjet -

Easyjet ist nach Ryanair der größte Billigflieger in Europa. © Easyjet

Die Easyjet rüstet sich für den Brexit. Die britische Billigairline werde ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) in der Europäischen Union beantragen, berichtete jetzt die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf das Unternehmen. Dies sei eine Art Vorsorgemaßnahme. Eine Verlagerung der Firmenzentrale sei derzeit aber nicht vorgesehen.

Zuvor hatte der britische Nachrichtensender Sky News unter Berufung auf Kreise berichtet, Easyjet erwäge als Reaktion auf das Votum der Briten zum Austritt der Europäischen Union, Großbritannien den Rücken zu kehren. Dazu habe es erste Gespräche mit Vertretern der EU-Mitgliedstaaten gegeben.

Kurz nach dem Brexit hatte sich Easyjet zunächst zuversichtlich gezeigt. Die Entscheidung werde "keine wesentlichen Auswirkungen" auf die Strategie der Airline haben. Man werde sich darum bemühen, einen Verbleib Großbritanniens im EU-Luftverkehrsbinnenmarkt sicherzustellen.

© dpa, EPA/OLAF KRAAK Lesen Sie auch: Easyjet hofft trotz Brexit auf EU-Luftverkehrsbinnenmarkt

Gleichzeitig hieß es, Easyjet werde "alternative Möglichkeiten entwickeln, um das bestehende Netzwerk und Betriebsabläufe vollständig aufrecht zu erhalten". Seine Gewinnprognose hat der Low-Cost-Carrier bereits gekappt.

Von: ch, dpa-AFX
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