Easyjet-Aktionäre stimmen umstrittenem Großauftrag für Airbus zu

12.07.2013 - 16:45 0 Kommentare

Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou konnte sich nicht durchsetzen: Die Aktionäre der Airline segneten jetzt den Kauf von 135 neuen Airbus-Flugzeugen ab. Die Maschinen sollen von 2015 bis 2022 ausgeliefert werden.

Airbus A320neo in den Farben der easyJet. - © © Airbus - Masterfilms

Airbus A320neo in den Farben der easyJet. © Airbus /Masterfilms

Die umstrittene Easyjet-Großauftrag für Airbus ist in trockenen Tüchern. Die Aktionäre des britischen Billigfliegers stellten sich mehrheitlich hinter den Kauf von 135 Mittelstreckenjets, wie Easyjet mitteilte. Easyjet-Gründer und Großaktionär Stelios Haji-Ioannou hatte sich vehement gegen die milliardenschwere Bestellung ausgesprochen.

Die Befürworter der Flugzeugbestellung kamen bei der Abstimmung auf gut 57 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Beteiligung lag bei 85 Prozent. Ohne das Plazet der Aktionäre hätte die Easyjet-Spitze den Auftrag nicht festzurren können.

Bei der Flugzeugbestellung geht es um 35 Airbus A320 sowie 100 Maschinen der spritsparenden Neuauflage A320neo. Außerdem hat sich die Gesellschaft nach früheren Angaben Kaufoptionen für 100 weitere "Neos" gesichert. Insgesamt kommen die 135 bestellten Jets auf einen Listenpreis von 13,2 Milliarden US-Dollar (10,3 Mrd Euro) und sollen in den Jahren 2015 bis 2022 ausgeliefert werden. 85 Maschinen sollen ältere Flugzeuge in der Flotte ersetzen. Die übrigen will Easyjet-Chefin Carolyn McCall zum Ausbau des Geschäfts verwenden.

Wie viel Easyjet für die neuen Maschinen tatsächlich bezahlt, ist nicht bekannt. McCall hatte allerdings betont, dass sie dem Unternehmen einen kräftigen Rabatt auf den Listenpreis gesichert habe. In der Branche sind Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich. Analyst Gert Zonneveld von Panmure Gordon & Co. schätzt den Rabatt in diesem Fall auf 55 Prozent. Easyjet-Gründer Haji-Ioannou, der fast 37 Prozent der Easyjet-Aktien hält, hatte den Kaufpreis als zu hoch kritisiert. Letztlich konnte er aber kaum weitere Aktionärsstimmen auf seine Seite ziehen.

Von: dpa-AFX
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