Gespräche laufen

EADS-Tochter prüft rumänischen Standort

30.11.2009 - 14:18 0 Kommentare

Die EADS-Tochter Premium Aerotec hat den Aufbau eines Werks in Rumänien weiter vorangetrieben. Ein Standort in einem Billiglohnland sei «ein Muss», sagte Finanzchef Kretschmer. Für Mittwoch sind weitere Verhandlungen angesetzt.

Montage der Spante mit Beschlägen zur Aufnahme des A400M-Seitenleitwerks - © © Premium Aerotec -

Montage der Spante mit Beschlägen zur Aufnahme des A400M-Seitenleitwerks © Premium Aerotec

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS treibt den geplanten Aufbau eines Werks in Rumänien weiter voran. "Die Optionen, die sich in Rumänien bieten, haben sich auch bezüglich des Facharbeiterstamms als die besten herausgestellt und werden daher weiterverfolgt", sagte ein Sprecher der EADS-Tochter Premium Aerotec am Montag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Die Gespräche zum Bau eines eigenen Werks gingen weiter. Finanzchef Helmut Kretschmer bezeichnet die Fertigung in einem Billiglohnland in der Mitarbeiterzeitschrift des Unternehmens als "ein Muss".

In Premium Aerotec hat EADS die früheren Airbus-Zulieferwerke Varel, Nordenham und Augsburg gebündelt, die für einen möglichen späteren Verkauf vorgesehen sind. Wann über das Engagement im rumänischen Brasov (Kronstadt) entschieden wird, konnte der Unternehmenssprecher noch nicht sagen.

Die Aufträge für das neue Werk sollen laut Premium-Aerotec-Chef Hans Lonsinger vor allem aus dem Bereich der Langstreckenflieger A380 und A350 XWB sowie von externen Zulieferern kommen. 40 Prozent der Teile würden derzeit in Deutschland hergestellt, sagte der Manager der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Bei einer Verlagerung sollten die betroffenen Mitarbeiter in anderen Bereichen eingesetzt werden.

In Rumänien will Premium Aerotec Presseberichten zufolge Blech- und Frästeile für Flugzeuge herstellen. Das Werk solle mit 250 Mitarbeitern beginnen und später auf 500 wachsen. Zudem verhandelt Premium-Aerotec über die Übernahme des Airbus-Kleinteilewerks in Bremen. Für diesen Mittwoch (2. Dezember) sind weitere Verhandlungen angesetzt.

Von: airliners.de mit dpa-AFX
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