Arnaud Lagardère © dpa /Melanie Frey
Der französische Lagardère-Konzern wird sich aller Voraussicht nach im kommenden Jahr aus dem europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS zurückziehen. Es sei "sehr wahrscheinlich", dass Lagardère sich 2013 von seinen EADS-Anteilen trennen werde, sagte Konzernchef Arnaud Lagardère nach Angaben eines Firmenverantwortlichen vom Dienstag.
Die Ankündigung machte Lagardère bei einem Treffen mit Analysten bei der Vorstellung der Quartalszahlen seines Konzerns. Er verwies auf Fortschritte beim Bau des neuen Langstreckenfliegers A350 und des Militärtransportflugzeugs A400M der EADS-Tochter Airbus. Damit biete sich eine gute Gelegenheit, die EADS-Anteile zu verkaufen.
Arnaud Lagardère ist derzeit Chef des EADS-Verwaltungsrats. Der französische Mischkonzern hält 7,5 Prozent der EADS-Anteile, zusammen mit dem französischen Staat sind es über die Holding Sogeade 22,35 Prozent. Soviel kontrolliert auf deutscher Seite der Daimler-Konzern. Es war erwartet worden, dass sich Lagardère aus EADS zurückziehen und sich auf das Medien-, Verlags- und Sportgeschäft konzentrieren will. In Deutschland will die Bundesregierung über die bundeseigene Förderbank KfW EADS-Anteile von Daimler übernehmen.
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