Mediengruppe hält 7,5 Prozent

EADS: Lagardère zieht sich wohl 2013 zurück

14.11.2012 - 09:22 0 Kommentare

Die französische Mediengruppe Lagardère will ihre Anteile am Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS wohl im kommenden Jahr verkaufen. Ein Ausstieg werde «sehr wahrscheinlich 2013» erfolgen, kündigte Unternehmenschef Arnaud Lagardère an.

Arnaud Lagardère - © © dpa - Melanie Frey

Arnaud Lagardère © dpa /Melanie Frey

Der französische Lagardère-Konzern wird sich aller Voraussicht nach im kommenden Jahr aus dem europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS zurückziehen. Es sei "sehr wahrscheinlich", dass Lagardère sich 2013 von seinen EADS-Anteilen trennen werde, sagte Konzernchef Arnaud Lagardère nach Angaben eines Firmenverantwortlichen vom Dienstag.

Die Ankündigung machte Lagardère bei einem Treffen mit Analysten bei der Vorstellung der Quartalszahlen seines Konzerns. Er verwies auf Fortschritte beim Bau des neuen Langstreckenfliegers A350 und des Militärtransportflugzeugs A400M der EADS-Tochter Airbus. Damit biete sich eine gute Gelegenheit, die EADS-Anteile zu verkaufen.

Arnaud Lagardère ist derzeit Chef des EADS-Verwaltungsrats. Der französische Mischkonzern hält 7,5 Prozent der EADS-Anteile, zusammen mit dem französischen Staat sind es über die Holding Sogeade 22,35 Prozent. Soviel kontrolliert auf deutscher Seite der Daimler-Konzern. Es war erwartet worden, dass sich Lagardère aus EADS zurückziehen und sich auf das Medien-, Verlags- und Sportgeschäft konzentrieren will. In Deutschland will die Bundesregierung über die bundeseigene Förderbank KfW EADS-Anteile von Daimler übernehmen.

Von: AFP, dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Eine Air-Berlin-Maschine landet am Flughafen Berlin-Tegel. Etihad plant offenbar Air-Berlin-Exit

    Die Neuorientierung Etihads erreicht wohl die nächste Stufe: Der Golfcarrier steht laut einem Medienbericht kurz davor, die Beteiligung an Air Berlin zum Verkauf freizugeben. Ein Zeichen Richtung Lufthansa?

    Vom 29.05.2017
  • Easyjet-Chefin Carolyn McCall. Brexit-Unsicherheit drückt Easyjet tief ins Minus

    Easyjet setzt der Kursverfall des Pfunds nach dem Brexit-Votum im ersten Geschäftshalbjahr deutlich zu. Trotz schlechter Zahlen zeigt die Ryanair-Rivalin, wie sie weiter wachsen will - und ändert eine Airbus-Bestellung.

    Vom 16.05.2017
  • Flugzeuge von Air Berlin und Etihad Airways am Flughafen Düsseldorf. Etihad unterstützt Air Berlin bis Ende 2018

    Etihad will seine Beteiligung Air Berlin bis November 2018 bei allen anfallenden Kosten unterstützen. Erst kürzlich überwies der Großaktionär einen dreistelligen Millionenbetrag an die angeschlagene Airline.

    Vom 04.05.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus