Düsseldorf begrüßt Emirates-A380 als Stammgast

01.07.2015 - 14:39 0 Kommentare

Düsseldorf ist ab sofort ein weiterer deutscher Flughafen mit A380-Linienverkehr. Emirates hat eine tägliche Rotation aus Dubai auf das Großflugzeug umgestellt. Der Flughafen hat sich extra darauf vorbereitet und spezialisiert sich damit immer mehr auf Golf-Carrier.

Airbus A380 der Emirates am Flughafen Düsseldorf.

Airbus A380 der Emirates am Flughafen Düsseldorf.
© airliners.de - David Haße

Begrüßung des Airbus A380 der Emirates am Flughafen Düsseldorf.

Begrüßung des Airbus A380 der Emirates am Flughafen Düsseldorf.
© airliners.de - David Haße

Ankuft des Airbus A380 der Emirates in Düsseldorf.

Ankuft des Airbus A380 der Emirates in Düsseldorf.
© airliners.de - David Haße

Ein Airbus A 380 der Emirates landet am 1. Juli 2015 auf dem Flughafen in Düsseldorf.

Ein Airbus A 380 der Emirates landet am 1. Juli 2015 auf dem Flughafen in Düsseldorf.
© dpa - Federico Gambarini

Ein Airbus A380 der Emirates auf dem Flughafen in Düsseldorf.

Ein Airbus A380 der Emirates auf dem Flughafen in Düsseldorf.
© dpa - Federico Gambarini

Eingerahmt von zwei Emirates-Flugbegleiterinnen halten der Düsseldorfer Flughafenchef Ludger Dohm und Emirates-Vertriebschef Thierry Antinori ein A380-Modell in den Händen.

Eingerahmt von zwei Emirates-Flugbegleiterinnen halten der Düsseldorfer Flughafenchef Ludger Dohm und Emirates-Vertriebschef Thierry Antinori ein A380-Modell in den Händen.
© airliners.de - David Haße

Auch ein Kuchen durfte zur Begrüßung der Emirates-A380 in Düsseldorf nicht fehlen.

Auch ein Kuchen durfte zur Begrüßung der Emirates-A380 in Düsseldorf nicht fehlen.
© airliners.de - David Haße

Ab sofort ist Düsseldorf nach Frankfurt und München der dritte deutsche Flughafen, an dem regelmäßig Airbus A380-Flugzeuge verkehren. Emirates bedient seit Mittwoch eine der zwei täglichen Rotation von nach Dubai mit dem größten Passagierflugzeug.

Über tausend Schaulustige drängten sich auf der Besucherterrasse, als die erste Maschine um in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt aufsetzte. Bei einem Gate-Event anlässlich des Erstflugs sprach Emirates-Vertriebschef Thierry Antinori von der Wichtigkeit des Großraums Düsseldorf für die Airline.

Die Einführung der A380 in Düsseldorf sei ein wichtiger Schritt für Emirates in Deutschland. Antinori versprach mehr Incoming-Tourismus für Düsseldorf und Deutschland aus der Golfregion und Asien. "Während sich andere Fluggesellschaften von Düsseldorf zurückziehen, wollen wir hier wachsen", sagte der Ex-Lufthansa-Vorstand. Nun peile Emirates an, auch die zweite tägliche Düsseldorf-Rotation auf A380 umzustellen.

Der Düsseldorfer Flughafenchef Ludger Dohm begrüßte die Emirates-Delegation. Die seit 14 Jahren bestehende Zusammenarbeit mit der Airline sei hervorragend. Von 100.000 Passagieren pro Jahr peile man nun eine halbe Million Passagiere pro Jahr auf der Dubai-Verbindung an.

Kapazitätswachstum um 18 Prozent

In der Tat ergeben sich durch den Einsatz der größeren Maschine pro Flug satte 129 mehr Sitzplätze pro A380-Flug als bislang. Auf den Monat gerechnet will Emirates also in Düsseldorf mit über 25.000 Sitzen im Vergleich zu vorher 21.600 rund 18 Prozent mehr Kapazität am Markt absetzen.

Dabei steigt die Kapazität vor allem in den Premiumklassen: 76 Sitze in der Business Class des A380 stehen 42 Sitzen in der zuvor meist eingesetzten Boeing 777-300ER gegenüber, das sind jetzt mit einer A380 und einer Boeing täglich 40 Prozent mehr. In der First Class bietet die A380 mit 14 Suiten sechs Plätze mehr, das entspricht einem Plus von 38 Prozent. Die Kapazität in der Economy-Class wächst um 89 Sitze und 14 Prozent pro Flug.

Für die Airline aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ist ein Kapazitätswachstum an den vier Flughäfen Düsseldorf, Frankfurt, München und Hamburg die einzige Möglichkeit, um Marktanteile in Deutschland auszubauen. Das Anfliegen weiterer Flughäfen ist laut bilateralem Luftverkehrsabkommen nicht möglich.

© AirTeamImages.com, BaoLuo Lesen Sie auch: Landerechte für Golf-Airlines könnten europaweit geregelt werden

Das Abkommen wird derzeit gerade hinter geschlossenen Türen neu verhandelt. Vorangegangen war ein Hin und Her bei der Genehmigung von etlichen Codeshare-Verbindungen von Air Berlin mit ihrem Partner Etihad.

Fünf Millionen Euro für die A380-Abfertigung

Für den täglichen Flug der Emirates aus Dubai hat der Flughafen ordentlich investiert: Fünf Millionen Euro hat er in die Hand genommen, um eine Terminalposition A380-tauglich zu machen. Neben einer neuen Fluggastbrücke mussten Rollflächen vergrößert werden; spezielle Fahrzeuge für die Abfertigung wurden angeschafft. Im Inneren des Terminals wurde zudem der Warteraum an die größere Kapazität der A380 angepasst.

Hinter der Millioneninvestition steht auch ein langsamer Rückzug des Lufthansa-Konzerns am Platz. Die Airline hat gerade mitgeteilt, die Langstrecken ab Düsseldorf auf eine New-York-Verbindung zu reduzieren. Im Kontinentalverkehr hatte die Airline ohnehin im Zuge der Umstellung auf Germanwings alle Strecken außer München und Frankfurt abgetreten - die Basis für die neuen Eurowings-Langstrecken setzte der Konzern zudem nach Köln.

Mit der neuerlichen Ausweitung der Dubai-Kapazitäten entwickelt sich der Flughafen Düsseldorf nun mehr und mehr zu einem Ausgangspunkt für Flüge an den Golf. Neben Emirates betreibt Air Berlin hier ihr wichtigstes Langstreckendrehkreuz und fliegt zusammen mit ihrem Partner Etihad zwei Mal täglich nach Abu Dhabi.

Von: airliners.de
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