Verschärfte Drohnenregelungen in Kraft getreten

02.10.2017 - 09:10 0 Kommentare

Die nächste Stufe der Verschärfung bei den Regeln für ferngesteuerte Luftfahrzeuge tritt in Kraft. Piloten schwererer Drohnen brauchen einen Kenntnisnachweis. Zudem müssen selbst kleine Drohnen gekennzeichnet werden.

Wer Drohnen ab 250 Gramm fliegen will muss ab dem 1. Oktober aufpassen. - © BMVI -

Wer Drohnen ab 250 Gramm fliegen will muss ab dem 1. Oktober aufpassen. BMVI

Seit dem 1. Oktober gelten neue Richtlinien für Piloten von Drohnen und andere Flugmodelle. Die Richtlinien wurden schon Mitte Januar beschlossen, doch einige treten erst jetzt in Kraft.

Wer ein Startgewicht von zwei Kilogramm erreicht, der muss fortan einen Kenntnisnachweis mit sich führen. Eine Ausnahme gilt nur für Bereiche, in denen es eine allgemeine Aufstiegserlaubnis samt Aufsichtspersonal gibt.

Für einen Nachweis gibt es verschiedene Optionen. Wer beispielsweise eine Erlaubnis als Luftfahrzeugführer hat, der darf eine Drohne ab zwei Kilogramm fliegen. Auch Bescheinigungen von bestandene Prüfungen oder Einweisungen gelten, sofern sie vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannt sind. Entsprechende Nachweise reichen für Drohnen bis unter fünf Kilogramm Startgewicht. Darüber hinaus braucht es schon jetzt eine Erlaubnispflicht.

Die Regelung betrifft damit vor allem Profi-Drohnen, die Nutzlasten wie Profi-Kameras tragen oder lange in der Luft bleiben können. Aber selbst in dem Bereich gibt es zahlreiche leichtere Drohnen. Yuneecs H520, ein Hexacopter, liegt etwa mit allen Anbauoptionen unter zwei Kilogramm. Freizeit- und Hobby-Piloten sind von der Regelung eigentlich nicht betroffen, da die entsprechenden Drohnen in der Regel ein recht hohes Budget voraussetzen.

Auch Freizeit- und Hobby-Piloten müssen aufpassen

Aber auch die Privatflieger müssen ab dem 1. Oktober aufpassen. Denn schon ab einem Startgewicht von 250 Gramm brauchen die Drohnen einen Aufkleber mit Adresse und Namen des Eigentümers, nicht jedoch des Piloten.

In der Gewichtsklasse sind bereits Drohnen enthalten, die sehr kompakt gebaut sind. Dazu zählen beispielsweise DJIs Spark, die gerade einmal 300 Gramm wiegt, und die schnelle Mavic Pro. Letztere lässt sich sogar zusammenklappen und in einer Umhängetasche transportieren. Ihr Gewicht liegt bei etwa 740 Gramm.

Wichtig ist für die Plakette, dass diese feuerfest ist und fest angebracht wird. Damit dürfte der Besitzer auch im Falle eines Unfalls mit Feuereinwirkung noch auffindbar sein. Über diesen muss dann herausgefunden werden, wer das Fluggerät in den Unfall steuerte.

© dpa, Andreas Arnold Lesen Sie auch: DFS warnt vor zunehmender Drohnen-Gefahr für Luftverkehr

Von: as
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • DFS-Geschäftsführer Klaus-Dieter Scheurle. Deutlich mehr Behinderungen durch Drohnen

    Die Deutsche Flugsicherung legt neue Zahlen zur Häufigkeit von Drohnen am deutschen Himmel vor. Gleichzeitig fordert sie erneut eine Ortung via Mobilfunk. Doch die Industrie stellt sich quer.

    Vom 13.09.2017
  • Die DFS hat eine App für Hobby-Drohnenpiloten entwickelt. Elektronischer Wegweiser für surrende Kleinflieger

    Hintergrund Drohnen können schnell zur Gefahr für Flugzeuge werden. Mit einer App will die Deutsche Flugsicherung Hobbypiloten nun Hilfestellung geben. Doch das soll in den kommenden Jahren nicht die einzige Maßnahme bleiben.

    Vom 21.09.2017
  • Eine Drohne unterwegs im Sonnenuntergang. Erstmals einheitliche Drohnen-Regelungen in allen EU-Ländern

    Drohnen könnten beim Absturz Menschen verletzen, deshalb müssten sie und ihre Piloten registriert werden. Das sagt die EU und schreibt erstmals einheitliche Regeln für alle Mitgliedstaaten fest - auch für jene Fluggeräte unter 150 Gramm. Nun müssen Vorgaben ausgearbeitet werden.

    Vom 01.12.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus