Verschärfte Drohnenregelungen in Kraft getreten

Die nächste Stufe der Verschärfung bei den Regeln für ferngesteuerte Luftfahrzeuge tritt in Kraft. Piloten schwererer Drohnen brauchen einen Kenntnisnachweis. Zudem müssen selbst kleine Drohnen gekennzeichnet werden.

Wer Drohnen ab 250 Gramm fliegen will muss ab dem 1. Oktober aufpassen. - © BMVI -

Wer Drohnen ab 250 Gramm fliegen will muss ab dem 1. Oktober aufpassen. BMVI

Seit dem 1. Oktober gelten neue Richtlinien für Piloten von Drohnen und andere Flugmodelle. Die Richtlinien wurden schon Mitte Januar beschlossen, doch einige treten erst jetzt in Kraft.

Wer ein Startgewicht von zwei Kilogramm erreicht, der muss fortan einen Kenntnisnachweis mit sich führen. Eine Ausnahme gilt nur für Bereiche, in denen es eine allgemeine Aufstiegserlaubnis samt Aufsichtspersonal gibt.

Für einen Nachweis gibt es verschiedene Optionen. Wer beispielsweise eine Erlaubnis als Luftfahrzeugführer hat, der darf eine Drohne ab zwei Kilogramm fliegen. Auch Bescheinigungen von bestandene Prüfungen oder Einweisungen gelten, sofern sie vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannt sind. Entsprechende Nachweise reichen für Drohnen bis unter fünf Kilogramm Startgewicht. Darüber hinaus braucht es schon jetzt eine Erlaubnispflicht.

Die Regelung betrifft damit vor allem Profi-Drohnen, die Nutzlasten wie Profi-Kameras tragen oder lange in der Luft bleiben können. Aber selbst in dem Bereich gibt es zahlreiche leichtere Drohnen. Yuneecs H520, ein Hexacopter, liegt etwa mit allen Anbauoptionen unter zwei Kilogramm. Freizeit- und Hobby-Piloten sind von der Regelung eigentlich nicht betroffen, da die entsprechenden Drohnen in der Regel ein recht hohes Budget voraussetzen.

Auch Freizeit- und Hobby-Piloten müssen aufpassen

Aber auch die Privatflieger müssen ab dem 1. Oktober aufpassen. Denn schon ab einem Startgewicht von 250 Gramm brauchen die Drohnen einen Aufkleber mit Adresse und Namen des Eigentümers, nicht jedoch des Piloten.

In der Gewichtsklasse sind bereits Drohnen enthalten, die sehr kompakt gebaut sind. Dazu zählen beispielsweise DJIs Spark, die gerade einmal 300 Gramm wiegt, und die schnelle Mavic Pro. Letztere lässt sich sogar zusammenklappen und in einer Umhängetasche transportieren. Ihr Gewicht liegt bei etwa 740 Gramm.

Wichtig ist für die Plakette, dass diese feuerfest ist und fest angebracht wird. Damit dürfte der Besitzer auch im Falle eines Unfalls mit Feuereinwirkung noch auffindbar sein. Über diesen muss dann herausgefunden werden, wer das Fluggerät in den Unfall steuerte.

© dpa, Andreas Arnold Lesen Sie auch: DFS warnt vor zunehmender Drohnen-Gefahr für Luftverkehr

Von: as

Datum: 02.10.2017 - 09:10

Adresse: http://www.airliners.de/drohnenregelungen-oktober-2017/42463