Erstmals einheitliche Drohnen-Regelungen in allen EU-Ländern

01.12.2017 - 15:15 0 Kommentare

Drohnen könnten beim Absturz Menschen verletzen, deshalb müssten sie und ihre Piloten registriert werden. Das sagt die EU und schreibt erstmals einheitliche Regeln für alle Mitgliedstaaten fest - auch für jene Fluggeräte unter 150 Gramm. Nun müssen Vorgaben ausgearbeitet werden.

Eine Drohne unterwegs im Sonnenuntergang. - © © dpa - Felix Kästle

Eine Drohne unterwegs im Sonnenuntergang. © dpa /Felix Kästle

Für Drohnen und deren Piloten soll künftig in allen EU-Ländern eine Pflicht zur Registrierung gelten. Das ist Teil neuer Sicherheitsauflagen für die unbemannten Fluggeräte, auf die sich die EU-Staaten und das Europaparlament am Donnerstag einigten. Damit sollen erstmals einheitliche Regeln für die gesamte Europäische Union eingeführt werden. Bisher sind die EU-Staaten allein für Drohnen mit weniger als 150 Kilogramm Gewicht zuständig.

Die Registrierungspflicht gilt nach Angaben des EU-Parlaments künftig nicht nur für Piloten, sondern auch für die Fluggeräte selbst, auch weil sie beim Absturz Menschen verletzen können. Die EU-Kommission wird beauftragt, technische Vorgaben auszuarbeiten. Dabei geht es den Angaben zufolge zum Beispiel darum, für welche Drohnen Höhenbegrenzer, Abstandssensoren oder automatische Landefunktionen vorgeschrieben werden sollen.

BMVI, Lesen Sie auch: Verschärfte Drohnenregelungen in Kraft getreten

Die Regeln für die immer weiter verbreiteten Drohnen sollen die Vorgaben in Europa vereinheitlichen und so auch Klarheit für die Hersteller schaffen, wie es weiter hieß. In den nächsten zehn Jahren könnte der Markt für nichtmilitärische Drohnen nach EU-Schätzungen auf etwa 15 Milliarden Euro pro Jahr anwachsen.

Von: cs, dpa
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