Drohnenstörungen im Flugverkehr um 80 Prozent gestiegen

21.01.2019 - 16:53 0 Kommentare

Die Zahl der Behinderungen durch Drohnen im deutschen Luftverkehr ist 2018 deutlich gestiegen. Der BDL-fordert neben einer Registrierungspflicht für Drohnen noch weitere Maßnahmen.

Drohnen im Flug. - © © dpa - Andreas Arnold

Drohnen im Flug. © dpa /Andreas Arnold

Die Deutsche Flugsicherung hat im vergangenen Jahr 158 Behinderungen des regulären Luftverkehrs durch Drohnen registriert. Das sind entspricht einer Zunahme um etwa 80 Prozent im Vergleich zu 2017. Im Großraum von Flughäfen seien 125 Fälle gemeldet worden, erklärte das Unternehmen in Langen, das für die Flugverkehrskontrolle in Deutschland zuständig ist.

Flughäfen mit den häufigsten Behinderungen 2018
Anzahl der Vorfälle
Hannover 1
Dresden 2
Münster 2
Dortmund 3
Nürnberg 3
Bremen 5
Düsseldorf 7
Stuttgart 8
Köln/Bonn 9
Berlin-Schönefeld 9
Hamburg 12
München 14
Berlin-Tegel 17
Frankfurt 31

Quelle: Deutsche Flugsicherung

In Deutschland sind Drohnenflüge über Arealen wie dem Start- und Landebereich an Flughäfen verboten - ebenso über Menschenmengen, Krankenhäusern, Gefängnissen, Behörden, Bundesstraßen oder Bahnanlagen. Dort, wo es erlaubt ist, müssen die Geräte während des Flugs grundsätzlich in Sichtweite bleiben und dürfen nicht höher fliegen als 100 Meter. Ausnahmen gibt es auf Modellflugplätzen.

Vielzahl von Flugverbotszonen

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft forderte, die Sicherheitsstandards weiter zu erhöhen. "Wir halten eine Registrierungspflicht für Drohnen und ihre Eigentümer für erforderlich, damit Verantwortung klar zugewiesen werden kann", erklärte Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow.

Drohnen sollten zudem mit einer Technik ausgestattet werden, die sie für Behörden und andere Luftfahrzeuge identifizierbar macht, wie etwa mit einem Transponder. Falls es doch zu einem missbräuchlichen Einsatz von Drohnen im Flughafenumfeld komme, "sollten die zuständigen Behörden von den Möglichkeiten einer aktiven Drohnenabwehr Gebrauch machen".

Von: br, dpa
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