Drittes Terminal in Frankfurt im Plan

27.02.2019 - 14:42 0 Kommentare

Alle Aufträge für den Rohbau des dritten Terminals am Frankfurter Flughafen sind vergeben. Fraport-Chef Schulte sieht den Bau im Zeitplan und bekräftigt noch einmal, dass diese nicht nur für Billigflieger gebaut werde.

Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG - © © dpa - Arne Dedert

Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG © dpa /Arne Dedert

Der Bau des neuen Passagierterminals am Frankfurter Flughafen ist nach Angaben des Betreibers Fraport voll im Plan. Die Aufträge für den Rohbau im Süden des Flughafens seien komplett vergeben und schon sehr bald werde das Gebäude aus der Baugrube wachsen, sagte der Fraport-Chef Stefan Schulte am Dienstagabend vor Parlamentariern in Wiesbaden.

Laut Schulte habe Fraport das Projekt des neuen Terminals mit einem Investitionsvolumen zwischen 3,5 und vier Milliarden Euro gut im Griff. Der Konzern hatte das Vorhaben in 160 Vergabeeinheiten aufgeteilt.

Entgegen mancher Berichte werde der erste Abschnitt des neuen Terminals, der Flugsteig G, aber keine reine Billigflieger-Einrichtung. Fraport baue einen voll funktionsfähigen Flugsteig mit hervorragenden Umsteige-Eigenschaften, an dem man außer den Billigfliegern noch andere Fluggesellschaften sehen werde, so Schulte.

Flugsteig G soll 2021 eröffnen

Der etwas schlichter gehaltene Flugsteig G soll 2021 als erster Teil des neuen Terminals fertiggestellt sein und Kapazitäten für vier bis fünf Millionen Passagiere pro Jahr bieten. Ursprünglich sollte der Low-Cost-Pier schon ein Jahr früher eröffnen.

Im neuen Terminal des größten deutschen Flughafens sollen dann ab 2023 jährlich bis zu 23 Millionen Passagiere abgefertigt werden. Schon heute hat der Frankfurter Flughafen 69,5 Millionen Passagiere im Jahr und arbeitet in den beiden vorhandenen Terminals an der Kapazitätsgrenze.

Der neue Terminal-Komplex im Süden des Flughafens soll mit einer Personenbahn und einer Gepäckförderanlage an die beiden bestehenden Terminals und die dortigen Verkehrsträger angebunden werden. Gleichwohl will Fraport einen Trassenkorridor freihalten, um eine S-Bahn-Anbindung zu einem späteren Zeitpunkt zu ermöglichen.

Schulte verteidigte die Planung, das neue Terminal nicht sofort mit einem eigenen S-Bahnanschluss zu versehen. Die Passagiere könnten mit dem People-Mover Bahn zu den hervorragend angebundenen Bahnhöfen am Terminal 1 gebracht werden. Die Züge benötigten nur acht Minuten für die Strecke und könnten bis zu 4000 Menschen je Stunde transportieren.

Von: dpa, br, dh
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