Dortmund: Gericht genehmigt leicht verlängerte Verkehrszeiten

24.08.2018 - 09:52 0 Kommentare

Die Bezirksregierung genehmigt längere Betriebszeiten am Flughafen Dortmund. Den vom Airport eingereichten Antrag lehnt das Gericht hingegen ab. Damit scheitert auch der zweite Versuch.

Der Schriftzug

Der Schriftzug "Dortmund" ist am Flughafen der Stadt zu sehen. © dpa /Ina Fassbender

Am Flughafen Dortmund sind abends länger Starts und Landungen möglich. Das hat die Bezirksregierung Münster als Landesluftfahrtbehörde in einem sogenannten ergänzenden Verfahren entschieden. Die jetzt genehmigten Betriebszeiten sind allerdings kürzer als der Flughafen beantragt hatte. Die Bezirksregierung wolle mit der jetzigen Entscheidung die Interessen der Anwohner schützen, da diese ein Recht auf eine ungestörte Nachtruhe haben, berichtet die dpa.

So dürfen in Dortmund ab sofort zwischen 22 und 23 Uhr täglich vier Landungen abgefertigt werden. Starts sind in Ausnahmen bis 22.30 Uhr möglich, regulär sind Starts nach 22 Uhr nicht mehr zulässig. Aber: Mehr als 16 Ausnahmen pro Monat sind nicht in Ordnung. Bislang war um 22 Uhr Schluss - bei monatlich 20 Ausnahmen.

Betriebszeiten beschäftigen Behörden seit 2010

Am Flughafen zeigt man sich enttäuscht von der Entscheidung. "Wir begrüßen, dass die Bezirksregierung Münster nunmehr entschieden hat, die Betriebszeiten des Dortmund Airport auszuweiten. Abweichend von unserem Antrag ist die Genehmigung leider hinter den aus Flughafensicht notwendigen Betriebszeiten und Flugbewegungen zurückgeblieben.", so Flughafenchef Udo Mager in einer Pressemeldung.

Der Antrag des Flughafens vom Mai dieses Jahres sah vor, statt bis 22 Uhr künftig bis 23 Uhr für den Flugverkehr geöffnet zu bleiben. Diese Regelung war bereits 2014 für rund ein Jahr in Kraft. Nach nur einem Jahr kassierte das nordrheinwestfälischen Oberverwaltungsgericht die Genehmigung aber wieder.

Flughafen akzeptiert voraussichtlich die Entscheidung

Der Flughafen teilte mit, dass er den Bescheid der Bezirksregierung voraussichtlich akzeptieren werde, weil er trotz weiterhin bestehender Begrenzungen durch die Kontingentierung und die Festlegung der knappen Betriebszeiten "zumindest die Chancen dafür biete, Umlaufoptimierungen zu erreichen und Hubverbindungen zu gewährleisten".

© Flughafen Dortmund, Frank Peterschröder Lesen Sie auch: Betriebszeiten: Airport Dortmund reicht neuen Antrag ein

Laut einem Bericht des "WDR" plane die Stadt Unna Klage gegen die neue Betriebsgenehmigung einzureichen. "Wir bleiben bei unserer Position. Keine Flüge in der Nacht", zitiert die Rundfunkanstalt einen Sprecher der Stadt.

Eine Erweiterung der Betriebszeiten (also Landungen bis 23 Uhr plus Verspätungsregelung) war aus Sicht von Anwohnern insofern "pikant", als dass der benachbarte Airport Düsseldorf auch mit der geltenden Beschränkung der Betriebszeiten "auskommt".

Von: br
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