Dornier Museum holt letzte Do 29 nach Friedrichshafen

24.03.2009 - 18:11 0 Kommentare

Nach einem mehr als 16 Jahre dauernden "Ausflug" kehrt das letzte Flugzeug des Musters Do 29 zurück zu seinen Wurzeln. Mit Schwerlasttransportern wurde die Maschine in der letzten Woche vom Luftwaffenmuseum der Bundeswehr in Berlin zu Dornier nach Friedrichshafen transportiert. Dort wird sie ab diesem Sommer als eines von vielen geschichtsträchtigen Exponaten im Dornier Museum für Luft und Raumfahrt zu sehen sein.

Do 29 des Dornier Museums Friedrichhafen. - © © Dornier Museum -

Do 29 des Dornier Museums Friedrichhafen. © Dornier Museum

Die Do 29 ist ein Flugzeug, das Ende der 50er Jahre im Auftrag des Bundesministeriums der Verteidigung speziell für Kurzstartexperimente von der Firma Dornier gebaut wurde. Mit der Maschine wurden seit ihrem Jungfernflug am 12.12.1958 wertvolle Daten für Antriebe mit Umlenkschub und damit für die Weiterentwicklung des Kurz- und Senkrechtsstarts gesammelt.

Das Flugzeug ist ein zweimotoriger Hochdecker mit schwenkbaren, gegenläufigen Druckpropellern. Diese können zur Vergrößerung der Hubleistung bis zu 90 Grad nach unten geschwenkt werden, was der Do 29 ermöglicht innerhalb von wenigen Metern abzuheben. Insgesamt fertigte Dornier nur drei Versuchsflugzeuge der Do 29, wovon nur zwei fertig gestellt wurden. Eines davon ging durch einen Bodenunfall verloren.

Ab dem 24. Juli 2009 können Besucher die letzte Do 29 im neuen Dornier Museum bestaunen. Es entsteht an der ehemaligen Geburtsstätte der Firma Dornier in Friedrichshafen am Bodensee. Über 400 Exponate aus aller Welt, darunter mehrere Prototypen die den Pioniergeist der Luft- und Raumfahrtgeschichte der letzten 100 Jahre widerspiegeln, werden derzeit zusammengetragen. Ein Freundes- und Förderkreis Dornier Museum Luft- und Raumfahrt e. V. unterstützt das Museum mit der Beschaffung von Leihgaben und ehrenamtlichen Tätigkeiten bei der Exponatsrestaurierung oder im laufenden Betrieb.

Von: Dornier
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