Air Berlin verkauft Domains und Markenrechte

13.02.2018 - 16:49 0 Kommentare

Nachdem der operative Teil der Air Berlin veräußert ist, beginnt jetzt der Verkauf der Markenrechte und Internetadressen. Dabei geht es um Domains wie "airberlin.com" und Begriffe wie "airdüsseldorf".

Auch Fleecedecken von Air Berlin kommen unter den Hammer. - © © Dechow -

Auch Fleecedecken von Air Berlin kommen unter den Hammer. © Dechow

Die operativen Teile der Air Berlin Group sind verkauft, nun stehen die Markenrechte und Internet-Adressen des ehemals zweitgrößten deutschen Carriers zum Verkauf, wie aus einer Pressemitteilung des Air-Berlin-Insolvenzverwalters Prof. Dr. Lucas Flöther hervorgeht.

Dabei geht es um 180 von Air Berlin geschützte Markennamen und Wortmarken. Neben "Air Berlin" und "LTU" stehen auch Marken wie "JustFly", "airbistro" oder "airdüsseldorf" zum Verkauf.

Außerdem können rund 1.000 Internet-Domains erworben werden. Neben Domains, die in direktem Air-Berlin-Bezug stehen, wie "airberlin.com" oder "ltu.com", werden auch zahlreiche weitere Domains angeboten, in denen die Namen der Airlines nicht vorkommen, zum Beispiel "mallorca-shuttle.com", "city-shuttle.com" oder "jubelpreise.com".

Komplette Liste nur für potenzielle Bieter

Die vollständige Liste der Marken und Domains ist nicht öffentlich zugänglich - sie kann nur von potenziellen Bietern eingesehen werden, die vorher eine Vertraulichkeitserklärung unterschreiben. Danach können die Interessenten ein verbindliches Angebot abgeben. Der zuständige Gläubigerausschuss entscheidet wer den Zuschlag erhält.

25 potenzielle Investoren, die ihr Kaufinteresse im Laufe des Verfahrens bei der Insolvenzverwaltung bereits äußerten wurden im Vorfeld angeschrieben. Aber auch neue potenzielle Käufer können am Verkauf teilnehmen.

Inventar weiter unter dem Hammer

Noch bis zum 16. Februar läuft derzeit beim Essener Auktionshaus Dechow die zweite Runde der Versteigerung des Air-Berlin-Inventars. Bei der ersten Versteigerung von über 1500 Air-Berlin-Gegenständen sind fast 13.000 Gebote abgegeben worden. Dabei erzielte ein A330-Modell im Maßstab 1:20 mit 8000 Euro das höchste Gebot. Unter dem Hammer sind Trolleys, Business-Class-Sitze, aber auch die bekannten Schokoherzen.

Von: br
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

  • Eine Boeing 767 von Azur Air. Deutsche Azur Air wächst vorerst nicht

    Der neue Ferienflieger Azur Air Germany bekommt im Frühjahr zwei Mittelstreckenjets, gibt aber auch zwei Maschinen ab. Für weiteres Wachstum wartet der Carrier auf Bedarf beim Veranstalter Anex Tour.

    Vom 08.03.2018
  • Ehemalige Mitarbeiter der Air Berlin. Ex-Air-Berliner sorgen sich um Altersvorsorge

    Ehemalige Air-Berlin-Mitarbeiter beschweren sich nach airliners.de-Informationen bei Insolvenzverwalter Flöther, weil dieser ihre Lebensversicherungen noch nicht freigegeben hat. Der Abwickler reagiert umgehend.

    Vom 27.02.2018
  • Tunisair-Chef Ali Miaoui auf der ITB 2018. Tunisair erweitert die Deutschland-Kapazitäten

    Tunisair will vom Marktaustritt der Air Berlin profitieren und erwartet einen neuen Tunesien-Boom. Jetzt setzt Airline-Chef Miaoui auf mehr Frequenzen nach Deutschland und erweitert dafür sogar kurzfristig die Flotte.

    Vom 15.03.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus