Forschungs-Airbus

DLR übernimmt Betriebsverantwortung für ATRA

02.10.2012 - 15:59 0 Kommentare

Das DLR hat im vergangenen Monat die volle Betriebsverantwortung für den Forschungs-Airbus "ATRA" erlangt. Jetzt stehen mit der Maschine Messungen zur Innenraum-Lärmminderung sowie für effizientere, lärmarme Anflugverfahren an.

Airbus A320-232 "D-ATRA"

Airbus A320-232 "D-ATRA"
© DLR

Forschungs-Airbus ATRA im Flug

Forschungs-Airbus ATRA im Flug
© DLR

Blick auf Forschungs-Airbus ATRA

Blick auf Forschungs-Airbus ATRA
© DLR

Der Brennstoffzellen-Veruchstr

Der Brennstoffzellen-Veruchstr
© DLR

Ein Laser macht die Luftströmung sichtbar

Ein Laser macht die Luftströmung sichtbar
© DLR

Frontansicht der ATRA

Frontansicht der ATRA
© DLR

Seit September 2012 hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die volle Verantwortung für den Betrieb des ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) genannten Airbus A320-Forschungsflugzeugs übernommen. Zuvor hatte das DLR den Flugbetrieb für den ATRA übergangsweise von Airbus durchführen lassen.

Der in Europa einmalige Flugversuchsträger soll bei der DLR die akademische sowie die industrielle Forschung stärken. Wissenschaftler starten nun eine Messkampagne zur Erforschung der Innenraumakustik. Dazu startete am 1. Oktober 2012 in Braunschweig eine Messkampagne mit dem ATRA. Zuvor hatten Ingenieure das DLR-Forschungsflugzeug mit den passenden Instrumenten ausgestattet. Sie wollen die akustischen Pfade aufspüren, entlang derer Triebwerksgeräusche durch den Rumpf in die Kabine gelangen. 

Zudem folgen im laufenden Jahr Versuchsflüge des ATRA zur automatisierten Flugplanung (Electronic Flight Bag). Dabei wird die Unterstützung von Piloten bei effizienten und lärmarmen Anflugverfahren untersucht. Jeder ATRA-Messkampagne geht eine mehrtägige bis mehrwöchige Umbauphase voraus.

Der Airbus A320 "D-ATRA" gehört seit 2006 zur DLR-Forschungsflotte und ist dort das größte Flugzeug. Der DLR-Flugversuchsträger ist dabei nach DLR-Angaben ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen und europäischen Luftfahrtforschung und der Luftfahrtvision "Flightpath 2050" der Europäischen Kommission.

Übergeordnetes Ziel ist es, trotz steigender Anzahl an Flugbewegungen den Treibstoffverbrauch und die Lärm- und Schadstoffemissionen zu senken und gleichzeitig die Kapazität der Flughäfen und Luftstraßen und das Sicherheitsniveau zu erhöhen. Nationale und internationale industrielle Partner wie EADS, Airbus, Rolls-Royce, MTU, Liebherr und Diehl forschen an Bord des ATRA gemeinsam mit dem DLR für dieses Ziel.

Von: DLR mit airliners.de
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Virtualisierung eines Flugzeugs: 70 Mitarbeiter arbeiten zunächst in dem Institut. Institut für Digitalisierung der Luftfahrt in Dresden gegründet

    Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat in Dresden ein Institut zur Softwareforschung im Bereich Flugzeugbau gegründet. Dort sollen virtuelle Tests von Prozessen und Produkten entwickelt werden, die schneller, günstiger und sicherer als Erprobungen in der Realität sind - vom ersten digitalen Entwurf bis zur simulierten Außerdienststellung.

    Vom 09.08.2017
  • Eine Lufthansa-Maschine über den Dächern von Flörsheim am Main (Hessen). Umweltbundesamt sieht Handlungsbedarf beim Fluglärm

    Der Fluglärmbericht des Umweltbundesamtes sieht Handlungsbedarf gegen den Krach am Himmel. Als mögliche Maßnahmen werden unter anderem Lärmkontingente vorgeschlagen. Der BDL kritisiert den Bericht.

    Vom 25.07.2017
  • Arbeiten bei Lufthansa Technik in Hamburg. Lufthansa Technik will Kosten um 25 Prozent senken

    Nach der Flugzeugüberholung trifft es die Wartungsarbeiten: Lufthansa Technik plant erneut Einsparungen. Die Kosten sollen um ein Viertel sinken. Vermutlich trifft es viele Mitarbeiter in Frankfurt.

    Vom 03.08.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus