DLR-Studie: Ticketpreise der Billigairlines gleichen sich an

11.05.2016 - 11:45 0 Kommentare

Low-Cost-Passagiere, die von deutschen Flughäfen unterwegs sind, mussten im Frühjahr nach einer aktuellen DLR-Studie teils mehr, teils weniger für ihr Ticket zahlen. Insgesamt kam es aber zu einer Angleichung der Preisspanne.

Flugzeuge am Köln/Bonn Airport. - © © Flughafen Köln/Bonn -

Flugzeuge am Köln/Bonn Airport. © Flughafen Köln/Bonn

Im Frühjahr haben Passagiere auf dem deutschen Markt durchschnittlich zwischen 64 und 107 Euro für ein Flugticket bezahlt - je nachdem ob sie einen Tag, eine Woche einen Monat oder drei Monate im Voraus gebucht hatten. Darüber informierte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Mittwoch und stellte gleichzeitig seinen "Low Cost Monitor 1/2016" vor. Noch im Vorjahr habe die Preisspanne zwischen dem teuersten und dem niedrigsten Flugpreis zwischen 46 und 136 Euro gelegen.

"Die Fluggesellschaften haben ihre Ticketpreise teils reduziert und teils erhöht. Das führt insgesamt zu einer Angleichung der Flugpreis-Spanne", wird Peter Berster vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr in der Mitteilung zitiert. Auf einzelnen Strecken kann dieser Trend jedoch anders aussehen: Auf vielgeflogenen Strecken, wie zum Beispiel Köln/Bonn - Berlin, sind die Preise laut DLR deutlich zurückgegangen.

© dpa, Bernd Settnik Lesen Sie auch: Jährlich fast 1,5 Millionen Flugreisen zwischen Berlin und Köln/Bonn

Germanwings/Eurowings, Air Berlin und Ryanair sind nach DLR-Angaben die Fluggesellschaften mit den meisten Günstigangeboten auf dem deutschen Markt. Germanwings/Eurowings baut dabei mit über 200 angebotenen Zielen seine Spitzenstellung weiter aus.

Die sechs der 18 Fluggesellschaften mit den meisten Low-Cost-Verbindungen vereinen laut der DLR-Studie derzeit rund 96 Prozent des deutschen Marktes auf sich. Allein auf Germanwings/Eurowings entfallen 37,1 Prozent aller Flüge, auf das betrachtete Segment von Air Berlin 35 Prozent. Danach folgen Ryanair mit 12,8 Prozent sowie Easyjet mit 6,8 Prozent und Wizz mit 2,6 Prozent.

Vergleich der angebotenen Flüge im Low-Cost-Segment. Foto: © DLR,

Europaweit führend sind weiterhin Ryanair und Easyjet. Zusammen haben sie einen Anteil am europäischen Low-Cost-Markt von fast 45 Prozent. Ryanair steigerte dabei sein Flugangebot um mehr als 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch Easyjet legte mit mehr als sieben Prozent deutlich zu. Insgesamt beträgt der Marktanteil des Billigflugverkehrs in Europa rund 28 Prozent, wie es weiter hieß.

Köln/Bonn und Berlin-Schönefeld mit 80 Prozent Low-Cost-Anteil

Die Expansion von Ryanair führt auch zu einer stärkeren Auslastung der Flughäfen. Der Köln/Bonn Airport weist mit 572 Low-Cost-Starts pro Woche fast ein Viertel mehr Starts in diesem Segment auf als 2015. Das entspricht einem Anteil am Gesamtangebot von fast 80 Prozent.

Auch der Flughafen Berlin-Schönefeld kommt durch den Anstieg der Ryanair-Angebote auf einen Low-Cost-Anteil von fast 80 Prozent: Die irische Billig-Fluggesellschaft erhöhte ihr Angebot in Schönefeld von rund 40 Flügen pro Woche auf über 200.

Den kompletten "Low Cost Monitor 1/2016" des DLR gibt es hier. Der Bericht wird seit 2006 jeweils im Frühling und im Herbst vom DLR-Institut für Flughafenwesen und Luftverkehr veröffentlicht.

Von: gk
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