Homebase für A320-Forschungsflugzeug

DLR nimmt ATRA-Flugzeughangar in Betrieb

15.04.2010 - 15:44 0 Kommentare

Nach rund vierzehnmonatiger Bauzeit hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Donnerstag an seinem Standort am Forschungsflughafen Braunschweig einen neuen Flugzeughangar in Betrieb genommen.

Airbus A320-232

Airbus A320-232 "D-ATRA" © DLR

Die neue DLR-Flugzeughalle in Braunschweig wird hauptsächlich durch das Forschungsflugzeug ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) genutzt werden. Bei ATRA handelt es sich um einen für zahlreiche interdisziplinäre Luftfahrtforschungsaufgaben speziell umgerüsteten Airbus A320.

Die Taufe der ATRA-Maschine war ein weiterer feierlicher Akt: Prof. Wörner und die Taufpaten Prof. Dr.-Ing. Joachim Szodruch, DLR Luftfahrt-Vorstand, und Regina Gebhard, DLR-Flugzeugmechanikerin, tauften das Flugzeug auf den Namen "Otto Lilienthal". Der ATRA soll bei verschiedenen wissenschaftlichen Fragestellungen zum Einsatz kommen.

Um dem neuen Flugversuchsträger ATRA eine adäquate Unterkunft bieten zu können, musste im Vorfeld die alte Flugzeughalle weichen. Aus Platz- und Sanierungsgründen wurde sie nach einer Nutzungszeit von 33 Jahren im Spätsommer 2008 abgerissen. Das neue Gebäude, entworfen von der "struhk architekten Planungsgesellschaft mbH", bietet auf insgesamt 5196 Quadratmetern Nutzfläche Platz für zwei Hangars, Büro-, Lager- und Werkstatträume. Die Investitionskosten beliefen sich auf 11,7 Millionen Euro.

Die neue Flugzeughalle ist in der Lage, ATRA sowie zwei weitere bewährte DLR-Forschungsflugzeuge aufzunehmen: Eine Dornier Do 228-101 sowie den seit mehr als 20 Jahren erfolgreich im Einsatz befindlichen Flugversuchsträger ATTAS (Advanced Technologies Testing Aircraft System), eine umgerüstete VFW 614. In dem kleineren der beiden Hangars werden die Flugversuchsträger LFU, ein einmotoriger Tiefdecker, das Schleppflugzeug DR 400 / 200 Robin Remorqueur sowie das Segelflugzeug DG-300 untergebracht. Der fliegende Hubschrauber-Simulator ACT / FHS, basierend auf dem Eurocopter EC 135, und die BO 105 verbleiben weiterhin in der bisherigen Hubschrauberhalle.

Von: DLR
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