DLR und Nasa testen alternative Kraftstoffe

24.01.2018 - 15:50 0 Kommentare

Erstmalig starten das DLR und die Nasa zu einer Serie gemeinsamer Forschungsflüge über Deutschland. Getestet werden alternative Kraftstoffe, die das Fliegen zukünftig umweltfreundlicher machen sollen.

Dicht hinter der A320 ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) des DLR fliegt das

Dicht hinter der A320 ATRA (Advanced Technology Research Aircraft) des DLR fliegt das "Fliegende Labor" der Nasa in einer Douglas DC-8. © DLR/Nasa/Friz

Zum ersten Mal haben das deutsche Luftfahrtzentrum DLR und die US-Raumfahrtbehörde Nasa eine Serie gemeinsamer Forschungsflüge über Deutschland gestartet. Ziel der am 17. Januar begonnenen Mission ist die Untersuchung von Emissionen alternativer Kraftstoffe in der Luftfahrt, wie das DLR mitteilte.

Die insgesamt acht gemeinsamen Flüge starten vom US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein und führen überwiegend in einen gesperrten Lauftraum über Mecklenburg-Vorpommern. "DLR und Nasa haben ihre Forschungsressourcen, Flugzeuge und verfügbare Messinstrumente gebündelt, um das Potenzial von alternativen Kraftstoffen für eine umweltfreundliche Luftfahrt und ihren Einfluss auf die Atmosphäre noch detaillierter zu studieren", erläuterte der DLR-Luftfahrtvorstand Rolf Henke.

An den Flügen sind das DLR-Forschungsflugzeug A320 Atra (Advanced Technology Research Aircraft) und die Forschungsmaschine Douglas DC-8 der Nasa beteiligt.

Messdaten: Rußpartikel, Gasemissionen und Eiskristalle

Dabei fliegt die A320 des DLR mit alternativem Kraftstoff vorneweg, während das "Fliegende Labor" (Douglas DC-8 der Nasa) mit einigen Kilometern Abstand folgt und im Abgas der vorausfliegenden Maschine "schnüffelt" - sie misst im Abgasstrahl Rußpartikel und Gasemissionen sowie Eiskristalle im Kondensstreifen.

Wie die Wissenschaftler mitteilten, wird dabei untersucht, ob Ruß-Emissionen von alternativen Kraftstoffen einen Einfluss auf die Eispartikel von Kondensstreifen haben. Länger bestehende Streifen stehen im Verdacht, zur Erderwärmung beizutragen. Als Rohmaterial für den Biotreibstoff dient der aus der Familie der Kreuzblütengewächse stammende Leindotter.

Die Zusammenarbeit des DLR mit der Nasa hat eine lange Tradition bei Raumfahrtprojekten und wurde in den vergangenen Jahren auch im Bereich Luftfahrt ausgebaut. Schwerpunkte der Partner sind dabei das Luftverkehrsmanagement sowie das lärm- und emissionsarme Fliegen.

© NASA, Tony Landis Lesen Sie auch: Biokerosin: DLR und NASA planen gemeinsame Forschungsflüge

Von: br mit Material von dpa, AFP
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • A380 von Emirates: Großkundin des Doppelstöckers. Das Comeback der A380 im Leasing

    Hintergrund Hifly übernimmt eine gebrauchte A380 und bietet sie im kurzfristigen Leasing an. Das wird angenommen: Der Doppelstöcker ist non-stop im Einsatz. Gibt diese Entwicklung dem Airbus-Programm den Schub, den es braucht?

    Vom 10.08.2018
  • Ein Techniker checkt ein Triebwerk. Das bedeuten die Deals von Airbus und Boeing

    Hintergrund Airbus übernimmt Bombardiers C-Series und fast im Gleichschritt kauft Boeing die Zivilflugzeugsparte von Embraer: Die Luftfahrtindustrie erlebt die Konsolidierung. Experten sehen einen klaren Gewinner.

    Vom 06.07.2018
  • Ein Flugzeug wird betankt: Fuel-Hedging sichert Airlines vor einem zu stark steigenden Ölpreis. Airlines sichern sich beim Ölpreis ab

    Der Kerosinpreis hängt direkt vom Ölpreis ab. Doch obwohl die Kosten für den Rohstoff nun wieder anziehen, müssen Airlines vorerst nicht mit Mehrbelastungen rechnen. Das Beispiel Lufthansa zeigt, wieso.

    Vom 22.05.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus