DLR gehen Entstehung von Triebwerkslärm auf den Grund

22.01.2016 - 14:11 0 Kommentare

Forschern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben jetzt untersucht, wo in Flugzeugtriebwerken der Lärm entsteht. Die Ergebnisse sollen nun in die Entwicklung leiserer Antriebe einfließen.

Strömungssimulation des Brennkammertestfalls

Strömungssimulation des Brennkammertestfalls
© Lehrstuhl für Themodynamik der TU München

Die Brennkammer, in Zusammenspiel mit der nachgeordneten Turbine, ist Hauptverursacher des Lärms von Flugzeugtriebwerken.

Die Brennkammer, in Zusammenspiel mit der nachgeordneten Turbine, ist Hauptverursacher des Lärms von Flugzeugtriebwerken.
© DLR

Triebwerksakustik-Forschern des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist es jetzt erstmals gelungen, den sogenannten Kerntriebwerksschall ("Core Noise") zu vermessen. Die Ergebnisse wurden einem Zahlenmodell dargestellt, das bei der Konzeption von leiseren Triebwerken helfen soll. Darüber informierte das DLR in einer Mitteilung.

In umfangreichen Tests waren die Forscher den Frage nachgegen, wie und wo genau Lärm in Flugzeugtriebwerken entsteht. Zudem wurde untersucht, wie sich sich Lärmquellen bei bestimmten Umbauten an Triebwerksbauteilen verändern.

"Uns haben besonders die Prozesse zwischen der Turbine und der Brennkammer interessiert", so Dr. Friedrich Bake vom DLR-Institut für Antriebstechnik. "Dazu haben wir verschiedene Experimente entworfen und an den jeweils am besten geeigneten Prüfständen im In- und Ausland getestet."

Mit dem neuen Modell lassen sich die Prozesse bei der Entstehung von Kerntriebwerksschall exakt aufzeigen, hieß es weiter. Das bedeutet nicht nur ein allgemein besseres Verständnis von Lärmentstehung, sondern ermöglicht nun auch das Design von leiseren und umweltfreundlicheren Triebwerken. Die Messergebnisse werden in einer Datenbank Forschern weltweit zur Verfügung gestellt. Das DLR koordinierte die Arbeiten im Rahmen des EU-Projekts Record zusammen mit 18 europäischen Partnern.

Von: gk
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