Dirks am BER: "Zukunft des Luftverkehrs"

30.05.2018 - 13:15 0 Kommentare

Erst sagte Eurowings-Chef Dirks flapsig über den BER, dass dieser wohl abgerissen und neugebaut würde. Nun trifft er sich dort mit Airport-Chef Lütke Daldrup und schlägt leise Töne an. Auch über Enge in Tegel wurde gesprochen.

Eurowings-CEO Thorsten Dirks vor dem BER. - © © Fotos: Eurowings, dpa/Ralf Hirschberger | Montage: airliners.de -

Eurowings-CEO Thorsten Dirks vor dem BER. © Fotos: Eurowings, dpa/Ralf Hirschberger | Montage: airliners.de

Eurowings-Chef Thorsten Dirks hat den neuen Hauptstadtflughafen BER als "Zukunft des deutschen Luftverkehrs, auf die wir alle schon lange warten" bezeichnet. Dirks besuchte am Dienstag (29. Mai) die Baustelle in Schönefeld. Journalisten waren bei dem Besuch nicht zugelassen.

Vor dem Rundgang, an dem Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, gab es ein einstündiges Gespräch von Dirks und Lütke Daldrup. Dabei soll der Airport-Chef laut Teilnehmern noch einmal der geplante BER-Eröffnungstermin für Oktober 2020 bekräftigt haben.

Wir haben deutlich gemacht, dass sich Eurowings darauf einstellen kann, ab dem Winterflugplan 2020/21 am BER zu fliegen.

Engelbert Lütke Daldrup, Chef der Berliner Flughäfen

Nach dem Abschluss der Bauarbeiten Anfang kommenden Jahres sollen Airlines wie Eurowings in die weitere Detailplanung am Flughafen eingebunden werden. Dies ist nach airliners.de-Informationen auch dringend notwendig, da der komplette Süd-Pier bislang für Air Berlin vorgesehen war - doch die Airline gibt es nicht mehr.

Auch Tegel kam zur Sprache

Gleichzeitig soll bei dem Vier-Augen-Gespräch auch das Platzproblem am Cityairport Tegel thematisiert worden sein. Wegen der steigenden Passagierzahlen wird es laut Beobachtern "immer enger" am Flughafen, sodass Eurowings ihre Fluggäste zu Wochenanfang per Mail auf mehr Wartezeit vorbereitete.

Lütke Daldrup betonte, dass die Sicherheitskontrollen in Terminal D weiter ausgebaut würden - die Planung sei fertig und sobald die Baugenehmigung vorliegt, will man mit dem Ausbau starten. Hier kalkuliere man mit einem Start in den kommenden Wochen. Laut Teilnehmern soll Dirks in dem Gespräch auf mehr Kontrollspuren gedrängt haben.

Airport-Chef betont "partnerschaftliche Atmosphäre"

Der Besuch des Eurowings-Chefs auf der BER-Baustelle war aufgrund einer flapsigen Bemerkung Dirks zustande gekommen. Mitte März hatte er gesagt: "Meine Prognose ist: Das Ding wird abgerissen und neu gebaut." Die Atmosphäre bei dem Treffen sei laut Lütke Daldrup "konstruktiv" und "partnerschaftlich" gewesen.

© Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Günter Wicker Lesen Sie auch: "Die sieben Milliarden sind falsch" Interview

Von: cs
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