Firmenbeitrag ( Was ist das? ) Die Luftfahrttechnik bietet viele Einstiegsmöglichkeiten

16.03.2016 - 13:45 0 Kommentare

Das Berufsfeld der Luftfahrttechnik ist faszinierend. Für Azubis bietet es einen Einstieg mit vielen Möglichkeiten. Auch Quereinsteiger sind willkommen. Die Karrierechancen sind derzeit sehr gut, auch für Frauen.

Luftfahrtechnik begeistert inzwischen auch immer mehr Frauen: Nancy Riebe, ehemalige Zeitsoldatin und KFZ-Meisterin, schult zur Fluggerätmechanikerin um. - © © Trainico -

Luftfahrtechnik begeistert inzwischen auch immer mehr Frauen: Nancy Riebe, ehemalige Zeitsoldatin und KFZ-Meisterin, schult zur Fluggerätmechanikerin um. © Trainico

Die Luftfahrttechnik gehört zu jenen Branchen, die sich kontinuierlich und äußerst dynamisch weiterentwickeln. Daher ist die Branche auf technisch spezialisierte Fachkräfte angewiesen, die Köpfchen und handwerkliches Können mitbringen.

Doch welche Einstiegsmöglichkeiten gibt es, und wer ist für die Luftfahrttechnik geeignet? Auf welche Kriterien sollten Bewerber achten, die beruflich in der Luftfahrt einsteigen möchten? Dieser Text gibt Antworten von Bildungsexperten, Azubis und Luftfahrtbegeisterten, die über den zweiten Bildungsweg den Einstieg in ein faszinierend vielfältiges Berufsfeld gefunden haben.

Keine reine Männersache

Anders als in anderen handwerklich-technischen Berufen begeistert die Luftfahrttechnik immer wieder viele Schulabgänger. Das ist ein Bonus, den die Luftfahrtunternehmen nicht verspielen dürfen, wenn sie motivierte Fachkräfte frühzeitig an sich binden wollen.

Ausbildungsstätten für luftfahrttechnische Berufe finden sich bundesweit bei Luftfahrtunternehmen oder auch bei unabhängigen Aus- und Weiterbildungsanbietern wie Trainico. Der luftfahrtspezifische Bildungsdienstleister mit Hauptsitz in Wildau bei Berlin ist seit mehr als 20 Jahren am Markt und gilt als Branchenprimus, der sich fachkompetent für die Erstausbildung junger Menschen engagiert.

Kostenlose Beratung zu Luftfahrtberufen

In Berlin-Mitte bietet Trainico jeden Donnerstag um 10:00 Uhr eine kostenfreie und unverbindliche Beratung zu Luftfahrtberufen an, die "Infoveranstaltung Berufsperspektive Luftfahrt". Darüber hinaus gibt es jeden Montag 10:00 Uhr in der Lehrwerkstatt in Wildau südlich von Berlin die "Eignungsfeststellung Technik". Wer einen handwerklichen Beruf erlernt hat oder handwerklich-technische Begabung mitbringt, hat hier die Möglichkeit, Praxisluft zu schnuppern, Fragen zu stellen und herauszufinden, welche Qualifizierung die geeignete ist.

Die Anmeldungsunterlagen sowie alle Infos zur Anfahrt finden Sie hier.

"Der Zulauf an Bewerbern für unsere Erstausbildung ist seit Jahren kontinuierlich hoch und geht mit jährlich etwa 240 Bewerbungen weit über die Zahl der verfügbaren Ausbildungsplätze hinaus", so Dominik Solle, Spezialist für Composite-Themen und zuständig für die Betreuung der Erstauszubildenden bei Trainico. "Daher laden wir Luftfahrtunternehmen auch über die Region hinaus ein, mit uns zusammen jungen Menschen die Chance auf einen außergewöhnliche Ausbildung zu geben", fordert Solle auf. Derzeit machen bei Trainico jährlich ca. zwölf Azubis im Verbund mit Lufthansa Technik AG, Lufthansa Bombardier Aviation Services GmbH und Condor Berlin GmbH ihre Erstausbildung zum/zur Fluggerätmechaniker/-in oder Fluggerätelektroniker/-in.

Ein gutes Team: Azubis des Ausbildungsjahres 2014 in der Trainico-Lehrwerkstatt (v.l.n.r. Thomas Witte, Nico Beckert, Laura Fröhlich). Foto: © Trainico

Dass die Luftfahrtechnik dabei keine reine Männersache mehr ist, beweist Laura Fröhlich, Erstauszubildende der LBAS GmbH seit 2014: "Die Erstausbildung zur Fluggerätelektronikerin gibt mir einen guten Einblick in die Grundlagen der Luftfahrt sowie in die komplexe Elektrotechnik an Bord. Es kommt nicht auf Kraft an, sondern auf technisches Verständnis und Sorgfalt. Aber gerade diese Herausforderung macht den Beruf für mich spannend. Die technische Grundlagenausbildung in der Lehrwerkstatt bei Trainico bietet ideale Voraussetzungen um später mit dem nötigen Wissen und Selbstbewusstsein in einem Luftfahrtunternehmen einzusteigen."

Die guten Einstiegschancen von Frauen begründen sich mit den nötigen Softskills, die besonders in der Luftfahrttechnik gefragt sind: Sorgfalt, Genauigkeit und verantwortungsvolles Arbeiten im Team. Bewerber für eine Erstausbildung sollten mindestens den mittleren Schulabschluss und gute Noten in Mathe, Physik und Englisch mitbringen. Die Bewerbungsgespräche finden bei Trainico im Frühjahr eines jeden Jahres statt, der Ausbildungsstart ist jährlich gegen Ende der Berliner Sommerferien.

Quereinsteiger willkommen

Die Luftfahrt ist wie kaum eine andere Branche offen für Quer- und Späteinsteiger. Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern mit unterschiedlichsten Bildungsbiografien finden hierzulande in der Wartung und Instandhaltung von Flugzeugen vielfältige Arbeitsfelder. Gefragt sind neben der fachlichen Qualifikation, Lebenserfahrung, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein. "Oft sind die "Spätentschlossenen" diejenigen, die mit besonderem Engagement bei der Sache sind", sagt Antje Suslow, Beraterin für technische Umschulungen und Fortbildungen bei Trainico.

Praxis während der Grundlagenausbildung: Umschüler zum Fluggerätmechaniker vor dem großen Zweistrom-Triebwerk in der Trainico-Lehrwerksatt. Foto: © Trainico

Wer erst im Verlauf eines Berufslebens Kerosin wittert, handwerkliches Geschick und einen Faible für Technik mitbringt, kann sich bei Trainico mit IHK-Abschluss und – das ist deutschlandweit so gut wie einzigartig – einer Zugangsberechtigung für den Erhalt einer CAT A-Lizenz zum/zur Fluggerätmechaniker/-in oder Fluggerätelektroniker/-in umschulen lassen. "Nach unserer Erfahrung haben auch ältere Arbeitnehmer – zumal wenn sie die Bereitschaft zur Mobilität mitbringen – gute Chancen, sofort nach dem Ende einer Qualifikation übernommen zu werden", weiß Suslow.

Tipps zur Finanzierung

Menschen, die auf der Suche nach einem Anbieter für eine Ausbildung oder Umschulung im luftfahrttechnischen Bereich sind, sollten sich über das Gespräch mit Personalverantwortlichen in den Unternehmen, aber auch mit möglichen Kostenträgern zu den Möglichkeiten einer Qualifizierung und geeigneten Finanzierungsmodellen beraten lassen. Kostenträger können etwa die Bundesagentur für Arbeit, das Jobcenter, die Deutsche Rentenversicherung oder der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr (BFD) sein.

Hier gibt es eine Übersicht zu Finanzierungsmöglichkeiten.

Wichtiger Bestandteil der Ausbildung, und Grundlage für den Erhalt der CAT A-Lizenz, ist das obligatorische Betriebspraktikum von zwölf Monaten. Hier vertiefen die Umschüler die erworbenen Fähigkeiten aus der Grundlagenausbildung bei einem Luftfahrtunternehmen vor Ort und knüpfen erste Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern. "Die Praktikanten kommen mit soliden Kenntnissen ins Unternehmen. Denn alternierend zur theoretischen Ausbildung sammeln die Umschüler bereits während der Grundlagenausbildung bei Trainico praktische Erfahrungen. Damit haben sie das Rüstzeug, um in einer relativ frühen Phase ihrer Ausbildung produktiv im Unternehmen einsetzbar zu sein", sagt Peter Oemus, Leiter der Lufthansa Technik AG in Berlin Tegel.

Das Lernpensum der Umschüler ist anspruchsvoll. Denn wofür in der Erstausbildung dreieinhalb Jahre Zeit ist, stehen den Umschülern gerade einmal 28 Monate zur Verfügung. Und die Anstrengung lohnt sich, bestätigt Andrea Piesker, die mit 41 Jahren erfolgreich einen Neustart gewagt hat, und inzwischen fest angestellt bei der Beechcraft Berlin GmbH ist: "Eine Umschulung zur Fluggerätmechanikerin bei Trainico machen zu können, war für mich die Verwirklichung eines lang gehegten Traums. Natürlich ist während einer Umschulung nicht immer alles einfach. Mathe, Physik, Englisch – auch mir ist nicht alles zugefallen. Wenn heute meine Arbeit an einem Flugzeug fehlerfrei abgenommen wird, weiß ich, dass sich die Ausbildung bei Trainico gelohnt hat."

Gute Fachkräfte brauchen eine gute Ausbildung

Ralf Kendzia, Trainico-CEO

Ob Fluggerätmechanik oder Avionik – auch die Luftfahrttechnik ist nicht vor einem Fachkräftemangel gefeit. Ein Interview mit Trainico-CEO Ralf Kendzia, der auch für das Qualitätsmanagement des Bildungsträgers verantwortlich zeichnet:

Frage: Gibt es genügend qualifizierte Mitarbeiter für die großen Herausforderungen im Bereich der Luftfahrttechnik?
Kendzia: Gut ausgebildete Mitarbeiter, die zudem über eine höhere Freigabelizenz der Kategorie CAT B1 oder B2 verfügen, sind schon heute rar. Die Ausbildung ist zeitintensiv und anspruchsvoll. Zudem unterliegt sie behördlichen Vorgaben, die die Zuverlässigkeit und den guten Ruf der europäischen Luftfahrttechnik begründen.

Frage: Welche gesetzlichen Vorgaben gibt es denn?
Kendzia: Die Luftfahrttechnik hat sich nach den strengen Standards der EASA zu richten, und das ist gut so. Denn mögliche Fehler haben fatale Folgen für die Passagiere und können das Image einer Airline nachhaltig und schwer beschädigen. Nicht umsonst gelten Abschlüsse nach europäischen Standards, wie sie das LBA mit den CAT-Lizenzen verleiht, allerorten als ausgezeichnete Visitenkarte.

Frage: Wäre es nicht vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels sinnvoll, die Auflagen zu lockern?
Kendzia: Nein, uns erreichen Anfragen für die Schulung von freigabeberechtigtem Personal aus der ganzen Welt. Für uns ein Zeichen, dass die europäischen Standards international höchste Anerkennung genießen. Auch unter dem Druck einer immer stärker zunehmenden Ökonomisierung, der sich die europäischen Hersteller, Airlines und Zulieferer ausgesetzt sehen, dürfen die Standards "Made in Europe" nicht aufgeweicht werden.

Frage: Was ist dann Ihrer Meinung nach die Lösung für das Problem?
Kendzia: Damit aus Personalengpässen nicht ein Sicherheitsrisiko für Passagiere wird, gilt es, kontinuierlich in die Ausbildung der eigenen Mitarbeiter zu investieren. Die Zurückhaltung der Luftfahrtunternehmen in Fragen der Personalentwicklung ist vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Hoch und Tiefs in den letzten Jahren zwar nachvollziehbar, dennoch kurzfristig gedacht. Gute Fachkräfte fallen nicht vom Himmel. Sie brauchen Zeit für eine gute Ausbildung und die Gelegenheit die praktische Berufserfahrung zu sammeln, die das nächste Karrierelevel ermöglicht.

Mechanik oder Avionik, das ist hier die Frage

Keine Frage: Die Fluggerätmechanik fasziniert allein durch Größe, Masse und technische Innovation. Doch während sich die Mechanik von außen nachvollziehbar weiterentwickelt, werden auch die elektronischen Sicherheitssysteme und die Unterhaltungselektronik moderner und komplexer – wenn auch eher unter der Oberfläche. Gerade hier fehlen derzeit Spezialisten für den Ein- und Umbau sowie in der Wartung.

"Fluggerätelektroniker haben sehr gute Ein- und Aufstiegschancen, da lange die Ausbildung neuer Mitarbeiter vernachlässigt wurde. Entsprechend hoch ist inzwischen der Bedarf. Mit einer Ausbildung zum/zur Fluggerätelektroniker/-in und einer anschließenden Weiterbildung zum Erwerb einer CAT B2-Lizenz sind Fachkräfte absolut gefragte Spezialisten", bestätigt Torsten Helmers Training, Coordinator & Human Recources bei Lufthansa Bombardier Aviation Services GmbH die Situation.

Wer hier durchsehen will, dem hilft nur Fachwissen: Azubis des Ausbildungsjahres 2014 am Rumpf des A300 in der Trainico-Lehrwerkstatt. Foto: © Trainico

Doch warum sind geeignete Mitarbeiter dann so schwer zu finden? "Es ist vielleicht nicht ganz leicht, die Faszination der Avionik zu beschreiben. Doch niemand ist mit dem Cockpit enger auf Du und Du – quasi die unsichtbare rechte Hand des Piloten. Letztlich tragen die Avioniker die Hauptverantwortung, dass die Steuerungselemente eines Fluggerätes tipptopp in Ordnung sind und ein reibungsloser Flugablauf gewährleistet wird", sagt Helmers.

Die Avionik setzt ein ausgeprägtes analytisches Verständnis, abstraktes Vorstellungsvermögen und detektivischen Spürsinn voraus, da die Ursache einer Störung oft im Verborgenen liegt. Der Umgang mit Spezialwerkzeugen, das Erkennen von Fehlerursachen mit Hilfe von Diagnosesystemen gehören daher zum Standardrepertoire eines Fluggerätelektronikers und sind zentraler Bestandteil der Ausbildung.

"Wer an der IT Interesse hat, aber nicht ausschließlich am Bildschirm sitzen möchte oder wer in der Welt der Elektrik zu Hause ist, aber nicht auf der Baustelle arbeiten möchte, findet in der Avionik anspruchsvolle und abwechslungsreiche Betätigungsfelder", motiviert Suslow Unschlüssige. "Ihre Tätigkeit ist abwechslungsreich und praktisch angewandt. Sie tragen eine grundlegende Verantwortung, die sich, mit der Berufserfahrung, auch in der Bezahlung niederschlagen wird. Und: Sie arbeiten im Team und nicht allein im stillen Kämmerlein!", benennt Suslow die Vorzüge des Berufsbildes. Natürlich sind auch all jene willkommen, deren Herz für die Mechanik schlägt. Denn ein Blick in den Stellenmarkt verrät: Auch Fluggerätmechaniker werden dringend gesucht und haben – zumal mit einer CAT A oder CAT B1-Lizenz im Handgepäck – beste Berufsaussichten.

Kontakt

Weiterbildung für Mitarbeiter in Luftfahrtunternehmen
Birgit Buchholz
Telefon: +49 (0)3375 / 5230-424

E-Mail: b.buchholz@trainico.de

Fortbildungen und Umschulungen für Einsteiger
Antje Suslow
Telefon: +49 (0)3375 / 5230-165
E-Mail: arbeitsmarktprojekte@trainico.de

Firmenbeitrag von: TRAINICO GmbH ( Was ist das? )

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