Die Marke Brussels Airlines steht nicht mehr zur Diskussion

25.06.2019 - 12:33 0 Kommentare

Eigentlich sollte Brussels Airlines in Eurowings aufgehen, doch mit der Neuaufstellung der Billigtochter muss auch ein neuer Plan für die Belgier her. Brussels-Chefin Christina Förster sieht großen Reformbedarf.

Christina Förster. - © © Brussels Airlines -

Christina Förster. © Brussels Airlines

Die Lufthansa Group hat die Integration von Brussels Airlines in die Low-Cost-Tochter Eurowings gestoppt. Die Airline mit ihrem Hub in Brüssel und dem starken Afrika-Geschäft soll künftig enger mit den Netzwerk-Airlines des Konzerns, also Lufthansa Passage, Swiss und Austrian Airlines zusammenarbeiten. Hierfür soll die Marke "Brussels Airlines" erhalten bleiben, was viele in Belgien freuen dürfte.

Dass es trotzdem zu großen Veränderungen bei der mittelgroßen Lufthansa-Tochter kommen soll, bestätigte Brussels-CEO Christina Förster im Interview mit der belgischen Tageszeitung "De Tijd". Derzeit würden niedrige Ticketpreise, hohe Kraftstoffpreise und Überkapazitäten in der Branche zusammenkommen, weshalb Brussels seine Effizienz dringend steigern müsse, so die deutsche Managerin.

Da ein großer Teil des Geschäfts von Brussels Airlines auf Langstreckenflügen liege, sei es logisch, dass man sich in Richtung der "Netzwerkfluggesellschaften" innerhalb der Lufthansa Group bewege. In den nächsten drei Monaten würde nun geprüft, wie die engere Zusammenarbeit aussehen kann und es soll ein eigenständiger Turnaround-Plan für Brussels Airlines entwickeln werden.

Brussels muss mehr Geld verdienen

Brussels Airlines sei zwar operativ stabil, habe die schlechteste Performance der Netzwerk-Airlines im Konzern. Daher bestehe ein großer Reformbedarf, so Förster. In der Vergangenheit habe sich Brussels Airlines zu sehr auf die Langstrecke konzentriert. Aber für eine Fluggesellschaft sei es unerlässlich, dass sowohl Kurzstrecken als auch Langstrecken profitabel sind. Brussels werde sich irgendwo zwischen Eurowings und Network Airlines ansiedeln.

Auf die Frage, ob mit der Neuausrichtung ein Arbeitsplatzabbau einher gehe, antwortete die von der Lufthansa vor zwei Jahren bei Brussels eingesetzte Managerin, dass man dringend an der Profitabilität der Fluggesellschaft arbeiten müsse, beispielsweise auch auf der Verwaltungsebene. Man werde jedoch jeden mit Respekt behandeln. Trotzdem werde sich viel im Unternehmen verändern.

© AirTeamImages.com, Markus Mainka Lesen Sie auch: Eurowings gibt Langstrecke auf und fliegt nur noch A320

Von: dk
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus