«Financial Times Deutschland»

DHL hat in den USA größere Probleme als erwartet

04.09.2008 - 09:11 0 Kommentare

Die Deutsche Post bekommt ihre Probleme in den USA offenbar nicht in den Griff. Das ohnehin schon hochdefizitäre Expressgeschäft der Tochter DHL in Nordamerika entwickle sich seit Monaten noch schlechter als erwartet, berichtetet die «Financial Times Deutschland» (Donnerstagausgabe). Dies verzögere die Kooperationsverhandlungen mit dem Konkurrenten UPS.

Ursprünglich sollte bis Ende August ein Kooperationsvertrag unterzeichnet werden. Der Sanierungszeitplan für das DHL-Geschäft in den USA verschiebe sich jedoch um rund acht Wochen. Ein Grund für die Verzögerung sei, dass die Deutsche Post sich stärker als bislang bekannt aus Nordamerika zurückziehen wolle.

Ende Mai hatte der im DAX notierte Logistikkonzern angekündigt, den anhaltend unrentable Geschäftsbereich restrukturieren zu wollen. Dafür suchte die Post den Schulterschluss mit dem US-Konkurrenten UPS, der in den kommenden zehn Jahren die Expresssendungen innerhalb der USA, Kanada und Mexiko per Flugzeug transportieren soll. Gleichzeitig kündigte DHL an, bei der Zustellung am Boden mit der US-Post zusammenarbeiten zu wollen. 34 Prozent der Zustell-Stationen sollen geschlossen oder zusammengelegt werden, sagte der Post-Vorstandsvorsitzende, Frank Appel, seinerzeit.

Die Schließungspläne für den DHL-eigenen Frachtflughafen Wilmington im US-Bundesstaat Ohio werden derweil zum Politikum, auch die Piloten kündigten bereits Widerstand an.

Von: ddp
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