Keine Änderungen

DFS verteidigt BER-Flugrouten

07.11.2012 - 14:40 0 Kommentare

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) wird die geplanten An- und Abflugrouten am künftigen Hauptstadtflughafen BER nicht ändern. Bürgerinitiativen hatten zuvor verbreiterte Flugkorridore bemängelt.

Übersichtskarte Abflugstrecken am Flughafen Berlin Brandenburg

Übersichtskarte Abflugstrecken am Flughafen Berlin Brandenburg
© DFS

BER Abflugstrecken 07L (Nordbahn - Ostbetrieb)

BER Abflugstrecken 07L (Nordbahn - Ostbetrieb)
© DFS

BER Abflugstrecken 07R (Südbahn - Ostbetrieb)

BER Abflugstrecken 07R (Südbahn - Ostbetrieb)
© DFS

BER Abflugstrecken 25L (Südbahn - Westbetrieb)

BER Abflugstrecken 25L (Südbahn - Westbetrieb)
© DFS

BER Abflugstrecken 25R (Nordbahn - Westbetrieb)

BER Abflugstrecken 25R (Nordbahn - Westbetrieb)
© DFS

An den Flugrouten für den künftigen Hauptstadtflughafen in Berlin-Schönefeld ändert sich nach Auskunft der Deutschen Flugsicherung (DFS) nichts. Die Routenfestlegung vom 26. Januar gelte nach wie vor, sagte DFS-Sprecher Axel Raab am Montag im hessischen Langen. Es treffe auch nicht zu, dass die Flugzonen zum Ausweichen verbreitert worden seien, fügte er mit Blick auf entsprechende Äußerungen der Friedrichshagener Bürgerinitiative gegen Fluglärm vom Wochenende hinzu.

Diese Korridore, die für jede Flugroute bestimmt werden, seien «für den Bürger irrelevant», betonte Raab. Es handele sich um Sicherheitszonen für die Piloten im Ausnahmefall, die sie etwa bei einem Gewitter oder einem Triebwerksproblem brauchten. «Dann darf da kein Schornstein oder Hochhaus stehen und auch künftig nicht gebaut werden», sagte Raab.

Auch der Leiter der Fluglärmkommission für den Berliner Flughafen Tegel, Rainer Teschner-Steinhardt widersprach der Darstellung: «Das ist Quatsch, das können Sie in die Tonne treten.» Bei den von der Bürgerinitiative gezeigten Bereichen handele es sich um Sicherheitszonen, die die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) für alle Flugrouten internationaler Flughäfen vorschreibe.

Die Korridore der Flugrouten seien «sehr viel enger» als die der Sicherheitszonen, sagte Teschner-Steinhardt. Von der Ideallinie gebe es allenfalls Abweichungen von «ein paar hundert Metern».

Es sei davon auszugehen, dass die Piloten in Schönefeld zumindest auf den ersten sechs Meilen (rund elf Kilometer) nach dem Start «spurtreu fliegen werden». Die Maschinen sind dann meist rund 1500 Meter über der Erde, und die Fluglotsen erteilten den Piloten dann die Freigabe, von der Standardroute abzuweichen.

Die Bürgerinitiative hatte nach Begutachtung von DFS-Karten mit den Sicherheitszonen vermutet, dass mehr Anwohner im Umkreis des künftigen Flughafens Lärm ertragen müssen. Der Flughafen Berlin Brandenburg soll am 27. Oktober 2013 eröffnet werden.

Externer Link: Übersichtskarten der Flugverfahren (PDF, 4MB)

Von: dpa
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