DFS behebt Software-Panne im Center Langen

28.03.2019 - 08:52 0 Kommentare

Das "Paperless Strip System" im DFS-Center Langen funktioniert wieder. Die Flugsicherung hat in der Nacht eine ältere Version eingespielt. Der Luftraum ist nach einer Woche wieder mit voller Kapazität nutzbar.

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Das "Paperless Strip System" PSS im Einsatz bei der Deutschen Flugsicherung. © DFS

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat die Probleme in ihrer Kontrollstreifen-Software PSS behoben. In der Nacht zum Donnerstag habe man eine bewährte Vorgängerversion installiert, teilte die bundeseigene GmbH am Donnerstag in Langen bei Frankfurt mit.

Die Leistungsminderung des Luftraums wurde Donnerstagmorgen um vier Uhr Ortszeit aufgehoben. Die Störung war Mittwoch vergangener Woche erstmalig aufgetreten, woraufhin die DFS die Kapazität in dem betroffenen Gebiet um 25 Prozent absenkte. Eurocontrol musste Flüge umleiten.

Die Störung war auf das Center Langen bei Frankfurt begrenzt. Dessen Bereich reicht grob vom Bodensee bis Kassel und von der französischen Grenze bis Thüringen. In dem Gebiet befinden sich die größeren Flughäfen Frankfurt, Stuttgart, Köln-Bonn und in Teilen der An- und Abflug Düsseldorf. Die anderen Flugsicherungs-Center in München, Bremen und Karlsruhe seien nicht betroffen gewesen. Behinderungen gab es vor allem in Frankfurt, wo in den Spitzenzeiten täglich mehrere Dutzend Flüge abgesagt wurden.

PSS ersetzt manuelle Kontrollstreifen

Bis vor wenigen Jahren nutzten die Lotsen noch beschriftete Papierstreifen zur Identifizierung der Flüge in ihrem Sektor. Diese so genannten "Strips" wurden in kleinen Plastikrahmen eingesteckt. Die Lotsen konnten die Streifen zu jedem Flug mit allen wesentlichen Informationen beschriften und hatten damit eine einfache Übersicht zu allen aktuellen und anstehenden Flugzeugen in ihrem Sektor.

Diese Streifen sind inzwischen durch ein elektronisches System ersetzt worden. Das von der DFS selbst entwickelte "Paperless Strip System" funktioniert über einen separaten Touchscreen und bildet im Wesentlichen das manuelle Streifensystem ab.

Das "Paperless Strip System" war allerdings laut DFS nach einem Software-Update in Langen gestört und liefert in Einzelfällen fehlerhafte Informationen - nämlich dann, wenn einzelne Streifen sich auf dem Display überlagern. Die Lotsen mussten in der Folge viel aufmerksamer sein und benötigen daher mehr Zeit pro kontrolliertem Flug.

Von: dh mit dpa
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