DFS warnt vor zunehmender Drohnen-Gefahr für Luftverkehr

13.07.2017 - 11:05 0 Kommentare

Die Zahl der Drohnen nimmt zu. Laut Deutscher Flugsicherung (DFS) steigt damit die Gefahr für den Luftverkehr. Sie rechnet 2017 mit einem neuen Rekordwert, was die Behinderungen von Flugzeugen angeht.

Drohnen im Flug. - © © dpa - Andreas Arnold

Drohnen im Flug. © dpa /Andreas Arnold

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) warnt angesichts der steigenden Zahl von Drohnen vor Gefahren für den Luftverkehr in Deutschland. Im laufenden Jahr sei ein neuer Rekord bei Behinderungen von Flugzeugen und Hubschraubern durch unbemannte Flugobjekte zu erwarten, sagte DFS-Geschäftsführer Michael Hann vor Kurzem in Langen bei Frankfurt. Schon 2016 habe es 64 gefährliche Annäherungen von Drohnen vor allem in Flughafennähe gegeben - fast fünf Mal so viele wie im Vorjahr (14).

Allein in diesem Jahr rechne die Flugsicherung mit 600.000 hierzulande verkauften Drohnen an Hobbypiloten, Modellflieger und Unternehmen. Hann forderte daher schärfere Gesetze. Nötig sei ein zentrales Register für Drohnen. "Wenn Hunderte Drohnen in der Luft sind, müssen wir wissen, wem sie gehören", so Hann. Zudem müsse die DFS Drohnen orten können - um Passagierflugzeuge zu schützen, aber auch um mögliche Terroranschläge aus der Luft zu vermeiden.

Mit der im April verabschiedeten Drohnenverordnung müssen auf bestimmten Drohnen Name und Anschrift des Halters auf einer feuerfesten Plakette vermerkt sein. Pilotenvertreter und DFS fordern aber ein zentrales Register und die Ortung von Drohnen per Chip, auch um Haftungsfragen bei Schäden zu klären.

Nobert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, zeigte sich offen für strengere Regeln. Die geltenden Herkunftsangaben auf Drohnen ließen sich manipulieren. Zudem schreite die technologische Entwicklung voran, auch im Hinblick auf die Gefahr von Terroranschlägen.

© dpa, Fotomontage: airliners.de Lesen Sie auch: Nicht über Nachbars Garten! Die Luftrechts-Kolumne (51)

Von: ch, dpa
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