Deutsche Veranstalter fliegen nicht mehr nach Scharm el Scheich

16.11.2015 - 16:47 0 Kommentare

Das Auswärtige Amt hat seinen Sicherheitshinweis für Scharm el Scheich nicht verschärft. Das deutsche Verkehrsministerium erlaubt jetzt allerdings nur noch Handgepäck auf Flügen zurück nach Deutschland. Die Veranstalter reagieren.

Ein Flugzeug startet vor der untergehenden Sonne.  - © © dpa - Julian Stratenschulte

Ein Flugzeug startet vor der untergehenden Sonne. © dpa /Julian Stratenschulte

Die großen deutschen Reiseveranstalter fliegen vorerst nicht mehr nach Scharm el Scheich. Der Grund: Reisende dürfen nach einer Entscheidung des deutschen Verkehrsministeriums nur noch mit Handgepäck nach Hause fliegen, das Hauptgepäck wird separat befördert. "Das können und wollen wir unseren Gästen nicht zumuten", erklärte FTI-Geschäftsführer Dietmar Gunz in einer Mitteilung. Kunden können Reisen nach Scharm el Scheich mit Anreise bis 12. März 2016 kostenlos stornieren oder umbuchen. FTI ist unter den deutschen Reiseveranstaltern Marktführer in Ägypten.

Die Tui nennt "logistische Probleme", die sich aus der Entscheidung des Ministeriums ergeben. Bis mindestens Ende Januar 2016 werde Scharm el Scheich nicht mehr angeflogen. Ob der Flughafen auf der südlichen Sinai-Halbinsel danach wieder angesteuert werde, hänge vom Ergebnis einer erneuten Sicherheitsüberprüfung im Januar ab, teilte Tui mit. Kunden können gebührenfrei umbuchen oder bekommen ihr Geld zurück.

Auch die DER Touristik mit den Marken ITS, Jahn Reisen, Travelix, Dertour, Meier's Weltreisen und ADAC Reisen hat alle Reisen auf den Sinai mit Abflug bis 31. Januar 2016 gestrichen. Die gleiche Entscheidungen haben Thomas Cook und Neckermann getroffen. Bei beiden Veranstaltern gilt: Es gibt Geld zurück oder eine kostenlose Umbuchung.

© dpa, EPA/STR EGYPT OUT Lesen Sie auch: Bundesregierung geht von Anschlag auf russisches Flugzeug aus

Grund für die verschärften Sicherheitsmaßnahmen ist der Verdacht, dass Terroristen des Islamischen Staates (IS) eine russische Passagiermaschine mit einer Bombe zum Absturz gebracht haben. Das Auswärtige Amt hat seinen Sicherheitshinweis für die südliche Sinai-Halbinsel bislang allerdings nicht verschärft. Deutsche Touristen verbringen ihren Ägypten-Urlaub ohnehin seltener in Scharm el Scheich. Sie bevorzugen den Badeort Hurghada.

Von: gk, dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Leitwerke von Flugzeugen der Brussels Airlines Keine höhere Entschädigung

    Ein Urteil des EuGH schafft Klarheit bei Entschädigungszahlungen: Ausschlaggebend ist die Luftlinienentfernung zwischen Start- und Zielairport. Dies gilt auch für Umsteigeverbindungen, selbst wenn ein Umweg geflogen wird.

    Vom 07.09.2017
  • Michael Frenzel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft. Touristik-Verband fordert Aus der Luftverkehrssteuer

    Der Bundesverband der Tourismuswirtschaft formuliert seine Wünsche an die nächste Bundesregierung. Neben einem Ende der umstrittenen Ticketsteuer äußert sich der BTW auch zum Poker um die insolvente Air Berlin.

    Vom 01.09.2017
  • Bei Air Berlin ist die Luft raus. Reaktionen zur Air-Berlin-Übernahme

    Lufthansa übernimmt große Teile der Air Berlin. Verdi mahnt, dass allen Mitarbeitern eine Perspektive geschaffen werden müsse. Auch Monopolkommissionschef Wambach und Berlins Bürgermeister Müller äußern sich.

    Vom 13.10.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus