Deutsche Bank und Iata entwickeln neue Bezahlmethode

11.05.2018 - 14:07 0 Kommentare

Die Deutsche Bank und der Airline-Verband Iata entwickeln gemeinsam eine neue Methode für Ticketbuchungen. Versprochen werden geringere Gebühren für Kunden und Fluggesellschaften.

Zwillingstürme

Zwillingstürme "Soll und Haben": Sitz der Deutschen Bank in Frankfurt. (Foto: Jaime Jover, gepostet auf Flickr, CC BY-NC-ND 2.0) © Jaime Jover

Die Deutsche Bank und der Airline-Verband Iata wollen gemeinsam ein neues Zahlungssystem für Fluggesellschaften entwickeln. Damit sollen die Gebühren für Airlines und Passagier reduziert, wie die Deutsche Bank in einer Mitteilung schrieb.

Die Bank kann die Ticketkosten zukünftig direkt per Bankeinzug von den Konten der Kunden einziehen. Neu ist, dass die Käufer nicht mehr zwingend Kunde der Deutschen Bank sein müssen.

Möglich macht das die neue EU-Richtlinie "Payment Service Directive 2", kurz PSD2. Diese erlaubt es Drittanbietern, Zahlungsdienste anzubieten, unabhängig davon, wo der Kunde sein Konto hat. Die jeweilige Hausbank muss der Bank Kontodaten zur Verfügung stellen. Allerdings braucht es dafür noch das Einverständnis des Kunden.

Airlines können Margen erhöhen

Aktuell werden die meisten Flugtickets per Kreditkreditkarte bezahlt. Weltweit zahlen die Airlines pro Jahr rund acht Milliarden US-Dollar Gebühren an Kreditkartenunternehmen. Durch die neue Zahlungsmethode können Fluggesellschaften ihre Marge pro Ticket erhöhen. Gleichzeitig erhalten Sie durch die Zahlung in Echtzeit den Ticketbetrag schneller.

Durch das neue Zahlungssystem können unsere Mitglieder erhebliche Kosten sparen.

Javier Orejas, Iata-Finanzchef in der Region Europa, Naher Osten und Afrika sowie Nord- und Südamerika

Eine "Zwei-Faktor-Authentifizierung", die neben dem Passwort ein zweites Sicherheitsmerkmal verlangt, soll den Sicherheitsstandard bei Zahlungen erhöhen und Iata und die beteiligten Fluggesellschaften besser vor Betrug schützen.

Von: br
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