Delta Air Lines verlässt den Gläubigerschutz

30.04.2007 - 10:00 0 Kommentare

Die US-Fluggesellschaft Delta Air Lines verlässt heute den Gläubiger-schutz nach Chapter 11 des US-Rechts. Während der 19-monatigen Restrukturierung hat Delta ihr Geschäftsmodell grundlegend reformiert und ist mit der jetzigen Kosten- und Finanzstruktur bestens für den weltweiten Wettbewerb gerüstet. Zu den Eckpfeilern des Unternehmens zählen ein starkes globales Streckennetz, der Fokus auf Kundenzufriedenheit und eine Belegschaft, die über einen substantiellen finanziellen Anteil an der Zukunft der Airline verfügt.

Zu den wichtigsten Erfolgen des 19-monatigen Restrukturierungsprozesses zählen:

  • Ein umfassender Transformationsplan, der mit Einsparungen von jährlich 3 Milliarden US-Dollar, ein Jahr früher als ursprünglich geplant, umgesetzt werden konnte.
  • Vier Quartalsergebnisse in Folge mit operativen Gewinnen. Im ersten Quartal 2007 betrug der operative Gewinn 155 Millionen US-Dollar.
  • Eine Reduzierung der Schulden um 50 Prozent, von 16,9 Milliarden US-Dollar am 30. Juni 2005 auf 7,6 Milliarden US-Dollar am 31. März 2007.
  • Delta erzielte die niedrigste Kostenstruktur der Mainline, ohne Treibstoffkosten, pro Sitzmeile (ohne Sonderausgaben) aller Netzwerk-Carrier im Jahr 2006.

Gerald Grinstein, Chief Executive Officer (CEO) von Delta, würdigte die jüngsten Leistungen des Unternehmens: “Das ist ein großartiger Tag in der Firmengeschichte von Delta – ein Tag, der ohne die harte Arbeit und Opfer der Delta-Mitarbeiter in aller Welt nicht möglich gewesen wäre. Durch unsere Restrukturierung haben wir unsere Bilanz erfolgreich ausgeglichen, den Kundenservice aufgebessert, unser internationales Streckennetz erweitert und eine Plattform für zukünftige Erfolge geschaffen. Delta ist jetzt ein starker Wettbewerber in einem schwierigen Markt. Wir sind zuversichtlich, dass wir unseren Platz als einer der Marktführer in dieser Industrie wieder einnehmen werden.“

Grinstein weiter: „Der Austritt aus dem Gläubigerschutz ist jedoch nicht das Ende einer Reise, sondern der Beginn einer neuen vielversprechenden Ära bei Delta. Wir haben noch viele Herausforderungen zu bewältigen und dank unserer erfolgreichen Restrukturierung können wir denen stärker und besser begegnen.“

Das US-Konkursgericht des Southern District von New York hat dem Austritt von Delta aus Chapter 11 am 25. April 2007 zugestimmt, indem es die erfolgreiche Umsetzung des Reorganisationsplanes bestätigte. Um den Austritt aus Chapter 11 abzuschließen, wird Delta 2,5 Milliarden US-Dollar bereitstellen, um die finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 2,1 Milliarden US-Dollar gegenüber Kreditgebern wie GE Capital und American Express zu begleichen, weitere Zahlungen in Folge des Austritts vorzunehmen und ihre bereits sehr gute Liquidität weiter zu stärken. Der Austritt wurde von zehn finanziellen Institutionen mitgeführt - JPMorgan, Goldman Sachs & Co., Merrill Lynch, Lehman Brothers, UBS, Barclays Capital, Royal Bank of Scotland, CIT, Credit Suisse und Calyon.

Der Restrukturierungsprozess bei Delta dauerte über fünf Jahre und hat insgesamt mehr als 8 Milliarden US-Dollar an jährlichen Kosten und Umsatzverbesserungen erbracht.

“Wir haben nicht nur Kostenreduzierungen vorgenommen, sondern den Prozess von Chapter 11 dazu genutzt, um unser Geschäft grundsätzlich zu reformieren und eine Plattform für lang anhaltenden Erfolg zu schaffen, mit dem wir auch unvorhergesehenen Ereignissen in der Luftfahrtindustrie begegnen können“, betonte Edward Bastian, Chief Financial Officer (CFO) von Delta. „Unsere Kostenstruktur wurde optimiert, der Umsatz verbessert und eine starke finanzielle Grundlage geschaffen, so dass wir Chapter 11 in einer starken Position verlassen und darauf weiter aufbauen können.”

Die Verbesserungen von Delta im operativen Geschäft haben sich darauf konzentriert, die Kundenzufriedenheit zu steigern und ein stärkeres und ausgeglichenes Streckennetz mit über 60 neuen internationalen Routen zu schaffen

“In nur 19 Monaten haben wir die größte internationale Expansion in der Firmen-geschichte von Delta durchgeführt”, bekräftigte Jim Whitehurst, Chief Operating Officer (COO) von Delta. „Heute bringt Delta ihre Passagiere zu mehr Städten als jede andere Fluggesellschaft und ist der führende Carrier zwischen den Vereinigten Staaten und Zielen über dem Atlantik.“

„Sogar mitten im Transformationsprozess haben unsere Angestellten größtmöglichen Einsatz beim Kundenservice und im operativen Geschäft gezeigt“, betonte Whitehurst. „Die Mitarbeiter von Delta haben bei der Pünktlichkeitsrate bezüglich der Flugzeug-Ankunftszeiten und dem Kundenservice im Vorjahr beste Ergebnisse erzielt. In der ‚J.D. Power North America Airline Satisfaction Study’ lagen wir im Jahr 2006 sogar auf dem zweiten Platz.“

In Übereinstimmung mit früheren Ankündigungen von Delta und wie im Reorganisations-plan vorgesehen, den das Konkursgericht bewilligt hat, wird das Aktienvolumen von Delta vor dem Reorganisationsplan (das über das Symbol DALRQ gehandelt wurde) storniert (gültig ab 30. April, 2007, 9 Uhr EDT). Wer Aktien vor dem Reorganisationsplan gehalten hat, erhält infolge des Planes keine Erstattung.

Das Unternehmen wird neue Aktienpakete ausgeben und damit Ansprüche aus der Zeit des Gläubigerschutzes als Teil eines Kompensationsprogramms für Delta-Mitarbeiter begleichen. Diese neuen Aktien werden Anfang Mai 2007 ausgegeben. Die neuen Aktien dürfen an der New York Stock Exchange (NYSE) gelistet werden. Der Handel an der NYSE begann am 26. April 2007 auf der Basis “wenn ausgegeben” (DAL.WI), der reguläre Handel ist ab 3. Mai 2007 unter dem Symbol DAL geplant.

Von: Delta Air Lines
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