Keine konkreten Gespräche

Delta Air Lines prüft Fusionen

12.02.2008 - 12:42 0 Kommentare

Unter den US-Fluggesellschaften wächst der Fusionsdruck. Der nach Passagierzahlen drittgrößte US-Anbieter Delta Air Lines prüft intensiv mögliche Zusammenschlüsse mit Wettbewerbern. Ein spezielles Gremium des Verwaltungsrates solle alle Optionen ausloten, gab der Konzern am Mittwoch in Atlanta (Georgia) bekannt.

Ein Hedge Fonds, der an Delta und am United Airlines-Mutterkonzern UAL beteiligt ist, hatte zuvor beide Unternehmen zur Fusion aufgefordert. Ein Zusammenschluss würde einen der größten Anbieter weltweit schaffen. United ist nach Fluggastzahlen die Nummer zwei der USA hinter Branchenführer American Airlines.

Delta-Chef Richard Anderson dementierte allerdings Berichte über bereits laufende Verhandlungen mit dem Lufthansa-Partner United Airlines. «Es gab mit United keine Gespräche über irgendeine Konsolidierung und es gibt auch keine.» Delta hatte bisher mit Blick auf mögliche Fusionen in der Branche stets betont, in einem solchen Fall der Käufer sein zu wollen und nicht der Übernahmekandidat.

Der US-Finanzinvestor Pardus Capital Management hatte in einem Brief an die Delta-Führung auf eine Fusion mit United über einen Aktientausch gedrängt. Der Hedge Fonds hält an beiden Gesellschaften weniger als fünf Prozent der Anteile. Pardus gilt als aggressiver Investor, der seine Beteiligungen immer wieder öffentlich unter Druck setzt, um den Aktienkurs zu steigern.

Delta-Titel legten am Mittwoch an der Börse gut vier Prozent auf knapp 20 Dollar zu. UAl-Aktien verteuerten sich um rund 1,5 Prozent auf gut 44 Dollar.

Delta hatte erst im Frühjahr ein fast zweijähriges Insolvenzverfahren verlassen. Der Lufthansa-Konkurrent hat vor allem seine internationalen Strecken nach Europa massiv ausgebaut. Im dritten Quartal flog Delta in die schwarzen Zahlen.

Von: dpa
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