Das plant Lauda Motion im Winter ab Deutschland

20.06.2018 - 11:39 0 Kommentare

Aus elf mach fünf: Die Planung von Lauda Motion für den Winter betrifft in Deutschland weniger Flughäfen als noch im Sommer. Gleichzeitig soll das komplette Programm selbst geflogen werden.

Die Lauda-Motion-Geschäftsführung - Niki Lauda (rechts) und Andreas Gruber - stellt in Tegel den Winterflugplan vor. - © © FBB - Günther Wicker

Die Lauda-Motion-Geschäftsführung - Niki Lauda (rechts) und Andreas Gruber - stellt in Tegel den Winterflugplan vor. © FBB /Günther Wicker

Lauda Motion wird im kommenden Winter laut Flugplandaten nur noch fünf deutsche Airports ansteuern. Alle in Berlin-Tegel, Düsseldorf, Frankfurt, München und Stuttgart operierenden Maschinen sollen von dem österreichischen Carrier selbst in die Luft gebracht werden, bestätigte Airline-Vize Andreas Gruber gegenüber airliners.de.

Folgende Strecken hat Lauda Motion offiziell bereits angekündigt:

  • Berlin-Tegel: Alicante (dreimal wöchentlich), Bari (2/7), Faro (3/7), Fuerteventura (3/7), Lanzarote (2/7), Las Palmas (4/7), Mailand-Malpensa (7/7), Malaga (4/7), Marrakesh (2/7), Neapel (5/7), Palma de Mallorca (7/7), Teneriffa (4/7);
  • Düsseldorf: Alicante (3/7), Faro (3/7), Fuerteventura (3/7), Lanzarote (2/7), Las Palmas (6/7), Malaga (4/7), Marrakesch (2/7), Palma de Mallorca (14/7), Teneriffa (6/7).

Laut Flugplandaten verteilen sich die Kapazitäten von Lauda Motion ab Deutschland im Winter wie folgt:

Kapazitäten im Winter
Angaben in Prozent
Düsseldorf 32.4
Frankfurt 32.4
München 24.4
Stuttgart 10.8

Anmerkung: In dieser Grafik finden sich nur vier der fünf Abflughäfen, da die Höhe der angebotenen Kapazitäten ab Berlin-Tegel nicht bekannt ist.Quelle: ch-Aviation

Den Schwerpunkt ab Deutschland legt Lauda Motion im Winter nach eigener Aussage auf "Sonnenziele" in Italien, Portugal und Spanien. "Wir bringen Ferienreisende unkompliziert und günstig zu ihren Lieblingszielen", so Airline-Chef Niki Lauda. In Österreich hingegen will der Carrier in der kommenden Flugplanperiode hingegen City-Shuttle sein und vor allem europäische Metropolen ansteuern.

Mit Airbus in Gesprächen

Auf einen erneuten Wet-Lease mit Partner Ryanair verzichtet Lauda Motion ebenso wie auf die Dienste eines ACMI-Spezialisten. Im laufenden Sommer stellen die Iren Lauda Motion zehn Flugzeuge samt Besatzung. Außerdem operiert vereinzelt auch Go2Sky für die Österreicher.

Die eigene Flotte soll von jetzt neun Maschinen im Winter wachsen. Eine genaue Zahl ist nicht bekannt - allerdings ist hinsichtlich dem Flottenwachstum grundlegend festzuhalten, dass Lauda Motion die Kapazitäten von zehn Ryanair-Maschinen, die aktuell unterwegs sind, dann selbst stemmen möchte.

Gleichzeitig sei man mit Flugzeugbauer Airbus und mehreren Leasing-Gesellschaften im Gespräch, zeitnah neues Fluggerät zu bekommen. Airline-Gründer Lauda kündigte an, dass die Flotte seines Carriers schnell wachsen solle: "Wir müssen schnell die kritische Masse erreichen."

Freigabe für nächsten Ryanair-Deal kommt Mitte Juli

Lauda Motion ist die um die ehemalige Air-Berlin-Tourismustochter Niki ergänzte Airline von Lauda. Kurz nach dem Start Ende März hatte er mit Ryanair einen Deal gemacht. Er erwarte, dass die EU-Kommission den Kauf von 75 Prozent durch die Iren "sehr bald" genehmigen. Die Wettbewerbshüter haben eine Entscheidung bis zum 12. Juli angekündigt.

Darüber hinaus könnte Ryanair Lauda in den kommenden Jahren auch die bei ihm verbliebene Sperrminorität von 25 Prozent abkaufen. Low-Cost-Chef Michael O'Leary spekulierte offen schon darüber, Ryanair zu einer Airline-Gruppe nach dem Vorbild der IAG umzubauen.

© dpa, Stian Lysberg Solum Lesen Sie auch: So könnte Billigflieger Ryanair umbauen

Von: cs
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