Ausblick

Das bringt die Farnborough Air Show 2018

16.07.2018 - 07:11 0 Kommentare

Die "Farnborough Air Show" könnte in diesem Jahr Schauplatz ganz großer Überraschungen werden - könnte. Denn bislang sind kaum Neuerungen vom Luftfahrtmessen zu erwarten. airliners.de zeigt, worauf die Branche dennoch hofft.

Messewegweiser und Boeing 787-9 auf der Farnborough-Luftfahrtmesse. - © © Farnborough Airshow - PR

Messewegweiser und Boeing 787-9 auf der Farnborough-Luftfahrtmesse. © Farnborough Airshow /PR

Nach zwei Jahren ist es wieder soweit: Im englischen Farnborough startet am Montag (16. Juli) mit der "Farnborough international Air Show" eine der wichtigsten Luftfahrtmessen der Welt. Südöstlich von London kommen bis Sonntag (22. Juli) rund 1500 Austeller aus der Luft- und Raumfahrtbranche zusammen. Dabei wird erneut ein Kräftemessen zwischen Boeing und Airbus erwartet. airliners.de gibt einen Ausblick über die wichtigsten Ankündigen einiger Aussteller.

Boeing

Im Zentrum aller Spekulationen steht die Frage, ob Boeing in Farnborough den offiziellen Startschuss zum 797-Programm geben wird. Schon seit Jahren wird beim US-Hersteller laut über Bau den eines neuen mittelgroßen Passagierjets, der die Lücke zwischen der größten 737 und dem kleinsten "Dreamliner" schließen soll, nachgedacht. Zwar nahm Boeing-Chef Dennis Muilenburg bereits am Wochenende den Gerüchten den Wind aus den Segeln, aber allein seine Anwesenheit heizt die Spekulationen schon wieder an. In vergangenen Jahren überließ der Manager diesen Termin seinem Spartenchef.

© AirTeamImages.com , Ismael Abeytua Lesen Sie auch: Das plant Boeing mit der 797 Überblick

Branchenkenner haben die 797 jedoch noch nicht ganz von dieser Messe abgeschrieben: Bis einschließlich Donnerstag gibt der größte Flugzeugbauer der Welt täglich eine Pressekonferenz.

Fest steht indes, dass Boeing erstmalig mit der Boeing 737 MAX 7 die kleinste Version der MAX-Reihe der Öffentlichkeit präsentieren wird. Die 737 MAX 7 gilt als Nachfolgerin der 737-700 und soll rund 1600 Kilometer mehr Reichweite aufweisen als ihre Vorgängerin. Die Maschine soll im kommenden Jahr in den Dienst gestellt werden.

Zivil- und Militärmaschinen werden gezeigt

Zudem zeigt Boeing ihr komplettes aktuelles Produktportfolio an kommerziellen Jets. So können unter anderem eine 787-8 (Biman Bangladesh), eine 737 MAX 8 (Air Italy), eine 777-300ER (Qatar Airways), ein 747-8-Frachter (Cargo Logic Air, Qatar Airways) und ein 767-"Converted Freighter" (Royal Air Maroc) besichtigt werden. Alle Maschinen nehmen auch an den Flugshows teil.

Die Boeing-Rüstungssparte bespielt das US-Verteidigungsministerium mit verschiedenem militärischem Fluggerät. Unter anderem wird er Kampf-Jet F-15E Strike und der Hubschrauber AH-64 Apache gezeigt.

Die Zukunft des Fliegens ist ein großes Innovationsthema. Daher präsentiert der weltgrößte Flugzeugproduzent zahlreiche Ideen, wie autonomes Fliegen und unbemannte Raumflüge.

Airbus

Große Neuerungen hat Airbus für Farnborough nicht angekündigt. Stattdessen zeigen die Europäer fast ihre komplette Produktpalette an kommerziellen Jets. Zum ersten Mal dabei ist die frisch übernommene C-Series von Bombardier. Die Europäer hatten erst vergangene Woche bekannt gegeben, dass die 100- bis 150-Sitzer künftig als A220-Familie bei Airbus geführt werden. Airbus-Chef Enders sagte im Vorfeld, dass er in Farnborough eventuell auch neue Bestellungen der A220-Serie bekannt geben will.

© dpa, Ralf Hirschberger Lesen Sie auch: Das bedeuten die Deals von Airbus und Boeing Hintergrund

Neben einer A321neo feiern auch die A330-900neo und die A350-1000 ihre Premiere bei den Flugvorführungen - letztere ist bei Qatar schon im Liniendienst. Die A330neo wird noch in diesem Jahr an Erstkundin TAP Air Portugal ausgeliefert. In Farnborough soll Billigflieger Easyjet auch die ersten Airbus A320neo-Maschinen in Empfang nehmen. Die Flugzeuge sollen in London-Gatwick stationiert werden. Bis Jahresende sollen 28 Maschinen der A320neo-Familie eingeflottet werden.

Nicht nur das Zivilportfolio

Neben ihrer Zivilflugzeugsparte zeigt Airbus ihren A400M, den Hubschrauber H125 und die Hubschrauberdrohne VSR700 sowie das Solarflugzeug Zephyr, dass unbemannt in der Stratosphäre fliegen kann.

Für die Sparte Raumfahrt zeigt Airbus erstmalig das Kommunikationssystem "Network for the Sky" sowie das das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus und ihre Sentinel-Satelliten.

Bestellungen

Bei der vergangenen "Farnborough Air Show" vor zwei Jahren überholte Airbus Branchenprimus Boeing bei den Bestellungen: Die Europäer sammelten neue Bestellungen und Vorverträge für 279 Verkehrsflugzeuge ein - mit einem Listenpreis-Wert von rund 35 Milliarden Dollar. Davon waren 197 Bestellungen fix. Boeing hingegen verkaufte "nur" 140 Flugzeuge im Wert von 22,4 Milliarden Dollar, davon 20 Festaufträge.

© airbus, Lesen Sie auch: Airbus erwartet rund 40.000 neue Flugzeuge

Von: br
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