Darlehensstreit zwischen Airbus und Deutschland beendet

17.02.2014 - 16:47 0 Kommentare

Der Streit um einen millionenschweren Kredit für die A350-Entwicklung ist beendet. Der Flugzeugbauer legt offenbar keinen Wert mehr auf die finanzielle Unterstützung aus Deutschland.

Airbus A350 XWB - © © Airbus - P. Pigeyre

Airbus A350 XWB © Airbus /P. Pigeyre

Eigentlich wollte die deutsche Regierung Airbus bei der Entwicklung des neuen Langstreckenflugzeugs A350 mit insgesamt 1,1 Milliarden Euro unter die Arme greifen, doch nun verzichtet der Flugzeugbauer offensichtlich auf einen großen Teil des Darlehens. "Es ist ja allgemein bekannt, dass wir die Diskussionen (über diesen Kredit) vor 18 Monaten begonnen haben", wird Airbus-Vorstandschef Fabrice Brégier in einem Bericht des "Wall Street Journal" zitiert. "Jetzt haben wir immer noch keine Lösung, daher haben wir beschlossen, die Gespräche zu beenden."

Hintergrund ist ein Darlehen über rund 1,1 Milliarden Euro, das 2010 vereinbart worden war. Rund 500 Millionen Euro wurden Ende 2010 ausgezahlt, doch über die restliche Summe konnte trotz monatelanger Diskussionen keine Einigung erzielt werden. Laut Medienberichten hatte die deutsche Bundesregierung von Airbus verlangt, dass im Gegenzug zum Kredt der Nachfolger des Kurzstreckenjets A320 maßgeblich in Deutschland entwickelt wird. Zuletzt hatte der Flugzeugbauer die Bundesregierung in der Pflicht gesehen, sich zu entscheiden.

Von: airliners.de
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

  • Der IWF ernannte den Renminbi im November 2015 neben US-Dollar, Euro, dem britischen Pfund und Yen zur globalen Leitwährung. (Foto: Faungg's Photos, gepostet auf Flickr, CC BY-ND 2.0) Das undurchsichtige Finanzgeflecht des Hahn-Betreibers HNA

    Hintergrund Die Bilanzgröße der HNA ist vergleichbar mit der des Lufthansa-Konzerns. Doch die Chinesen haben einen riesigen Schuldenberg angehäuft, der nun offenbar zum Problem wird. Am Hahn sorgt man sich indes nicht um die Finanzen seines Eigentümers.

    Vom 05.04.2018
  • Brigitte Zypries. Medien: Bund stimmte sich frühzeitig mit Lufthansa ab

    Die Regierung soll schon kurz vor der Air-Berlin-Insolvenz mit Lufthansa Gespräche über die Zukunft der insolventen Konkurrentin geführt haben. Auch diente die Absicht des Kranichs, LGW und Niki zu kaufen, wohl als Absicherung.

    Vom 31.01.2018
  • Flugzeuge von Air Berlin. Der Luftverkehr in Deutschland braucht neue Impulse

    Apropos (25) Der Luftverkehr in Deutschland hinkt seit Jahren im europäischen Vergleich hinterher. Verkehrsexperte Manfred Kuhne befürchtet, dass sich das auch nach der aktuellen Konsolidierung nicht ändert - denn es fehlt an Grundlagen.

    Vom 14.02.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus