Erstflug Juni 2013 CSeries verzögert sich

09.11.2012 - 15:26 0 Kommentare

Bombardier-Konzernchef Pierre Beaudoin hat eine Verspätung beim neuen Regionaljet-Projekt CSeries eingeräumt. Der für das Jahresende geplante Erstflug soll sechs Monate später stattfinden. Das hat auch Auswirkungen auf den Lufthansa-Konzern.

Bombardier nutzt die CAST-Zelle f - © © Bombardier -

Bombardier nutzt die CAST-Zelle f © Bombardier

Die Entwicklung der CSeries beim Flugzeughersteller Bombardier verspätet sich um sechs Monate. Der Erstflug werde nicht wie geplant zum Jahresende, sondern erst im Juni 2013 stattfinden, räumte Konzernchef Pierre Beaudoin ein. Grund für die Verzögerung dürften Probleme bei Zuliefern sein. Der Zeitplan für die größere CS300 ändert sich laut Bombardier aber nicht.

Damit verschiebt sich auf die Auslieferung der neuen Flugzeugtypen nach hinten. Von der Verspätung könnte auch die Lufthansa-Tochter Swiss betroffen sein, die ihre ersten CS100 bislang in der zweiten Jahreshälfte 2014 erwartet.

Swiss plant mit dem 110-Sitzer ihre Avro-Flotte ersetzen und hat über Lufthansa 30 CS100-Jets geordert. Auch Austrian Airlines könnte ab 2016 ihre in die Jahre gekommene Fokker-Flotte gegen die CSeries austauschen, denn Lufthansa verfügt noch über 30 weitere Optionen. Ferner hat die schweizerische Privatair im Januar fünf CS100 geordert und sich Optionen für fünf weitere Maschinen gesichert.

Die komplett neu entworfene CSeries-Familie zielt auf den Markt der 100- bis 149-Sitzer. Mit ihren PW1500G-Triebwerken von Pratt & Whitney soll sich laut Hersteller ein Kostenvorteil von 15 Prozent bei den Betriebskosten und 20 Prozent beim Treibstoffverbrauch ergeben. Die Reichweite beträgt bis zu 2.950 Nautische Meilen (5.463 Kilometer).

Das Auftragsbuch für die CSeries enthält feste Bestellungen für 138 Flugzeuge (66 CS100 und 72 CS300). So hat Lufthansa 30 CS100 und die schweizerische Privatair fünf CS100 bestellt. Weitere Kunden sind Korean Air (10 CS300), Lease Corporation International (3 CS100, 17 CS300) und Republic Airways (40 CS300). Ferner gehen 23 CS100 an nicht näher bezeichnete Kunden.

Zusätzlich sicherten sich Kunden 124 Optionen und zehn Kaufrechte. Darüber hinaus erhielt das CSeries-Flugzeugprogramm eine bedingte Bestellung über fünf CS100- und zehn CS300-Airliner sowie Absichtserklärungen für den Kauf von bis zu 30 CSeries-Flugzeugen.

Von: airliners.de mit dpa, Roman Payer, Austrian Aviation Net

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