Condor reduziert Wet-Leases

17.12.2018 - 13:51 0 Kommentare

Weniger Flugzeuge von externen Partnern, mehr Reserven, "umsichtigere" Flugplanung: Condor arbeitet daran, den Verspätungssommer 2018 2019 nicht wiederholen zu lassen. Auch soll die eigene Flotte wachsen.

Mittelstreckenflugzeuge des Thomas-Cook-Konzerns. - © © AirTeamImages.com - Timo Breidenstein

Mittelstreckenflugzeuge des Thomas-Cook-Konzerns. © AirTeamImages.com /Timo Breidenstein

Die deutsche Thomas-Cook-Airline Condor will den Einsatz von Wet-Lease-Flugzeugen im kommenden Sommer reduzieren. Man habe die notwendigen Kapazitäten innerhalb der Group-Airlines geschaffen, um im Sommer 2019 mit "deutlich weniger externen Partnern zusammenarbeiten" zu müssen, sagte eine Sprecherin zu airliners.de. Ein von Verspätungen und Ausfällen gekennzeichneter Sommer wie in diesem Jahr soll sich nicht wiederholen.

Durch den Einsatz der beiden Cook-Airlines Aviation (ehemals Air Berlin) und Balearics erhöhe sich die Zahl der Reserveflugzeuge. Gleichzeitig habe man den Flugplan laut Airline-Chef Christoph Debus "umsichtig" geplant. Und man habe Flüge, die zu operativen Problemen führten, identifiziert.

In diesem Jahr lag unser Fokus ganz klar auf Wachstum. 2019 steht die reibungslose Operations im Mittelpunkt.

Christoph Debus, Chief Airline Officer der Thomas Cook Group

Die von Air Berlin erworbene Airline Aviation ist inzwischen auch im Handelsregister als Thomas-Cook-Tochter eingetragen. Sie soll im kommenden Jahr mit sechs A321-Maschinen für Condor ab Leipzig/Halle operieren. Denn der Ferienflieger wird sich mit seiner Kernflotte auf die Standorte Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München fokussieren.

An dem bisherigen Condor-Standort Hannover wird die spanische Cook-Tochter Balearics unter "DE"-Flugcode abheben. Auf sie sind fünf A320-Flugzeuge registriert.

Flugzeugtausch mit Air Transat

Bereits im laufenden Winter stärkt Condor die eigene Operation durch einen Flugzeugtausch mit Air Transat: Bis Ende April heben vier Langstreckenmaschinen der kanadischen Airline für die Thomas-Cook-Airlines ab - im Gegenzug verleiht der Konzern zehn Mittelstreckenjets an Air Transat.

© Condor, Lesen Sie auch: Condor baut Langstreckenflotte aus

Aber auch die eigene Langstreckenflotte von Condor soll weiterentwickelt werden. Aktuell operiert die deutsche Cook-Airline 16 Flugzeuge des Typs Boeing 767 - mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren. Noch im ersten Quartal des kommenden Jahres soll weiter diskutiert werden, welches Muster dort in Zukunft zum Einsatz kommen könnte.

Von: cs
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Die ehemalige Niki-A321 mit der Registrierung OE-LCC fliegt inzwischen als D-ATCA im Condor-Liniendienst. Ex-Air-Berlin-Tochter offiziell Condor-Schwester

    In diesem Jahr ist Condor auf der Mittelstrecke vor allem über die neugegründete Balearics und die ehemalige Air-Berlin-Tochter Aviation gewachsen. Letztere ist nun offiziell Teil des Thomas-Cook-Konzerns.

    Vom 10.12.2018
  • Nach dem Brexit gehen Großbritannien und die Europäische Union getrennte Wege. Konzerne warnen vor zu viel Brexit-Optimismus

    Thomas Cook und Tui loben die Brexit-Vereinbarung von EU und Großbritannien. Gleichzeitig warnen die Konzerne: Noch sei der Deal nicht durch. Die Zustimmung des britischen Parlaments ist keine ausgemachte Sache.

    Vom 27.11.2018
  • Maschine von Condor. So bereitet sich Condor auf den Brexit vor

    In 170 Tagen tritt Großbritannien aus der EU aus - bislang fehlt ein Brexit-Abkommen. Easyjet und Ryanair haben sich bereits auf das Schlimmste vorbereitet. Auch Condor plant nach airliners.de-Informationen für die "No Deal"-Zeit.

    Vom 15.10.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus