Nachtflugverbot in Frankfurt

Condor prüft Auslandsstationen

05.10.2012 - 15:55 0 Kommentare

Das strikte Nachtflugverbot in Frankfurt treibt Condor zu Erwägungen, bestimmte Rotationen nicht mehr an der Heimatbasis beginnen zu lassen. Maschinen könnten im Ausland stationiert werden, um wieder einen täglichen Umlauf mehr fliegen zu können.

Condor-Boeing-767 in Frankfurt am Main. - © © AirTeamImages.com - Ralf Meyermann

Condor-Boeing-767 in Frankfurt am Main. © AirTeamImages.com /Ralf Meyermann

Wegen des seit Oktober 2011 in Frankfurt geltenden strikten Nachtflugverbots prüft Condor, Flugzeuge auf ausländischen Flughäfen zu stationieren. Das sagte der Präsident des Condor-Aufsichtsrats Heiner Wilkens in Atlanta.

Nach Einführung des Nachtflugverbots sehe sich Condor mit einer geringeren Produktivität der Flotte konfrontiert. Vor dem Nachtflugverbot habe Condor täglich ab Frankfurt drei Umläufe auf die Balearen oder zwei Kanaren-Rotationen pro Flugzeug fliegen können. Jetzt seien es jeweils eine weniger.

Die Maschinen könnten daher statt in Frankfurt die Nacht etwa auf den Kanaren oder in der Mittelmeerregion verbringen, um dann pünktlich zur Eröffnung des Flughafens frühmorgens um fünf Uhr auf Rhein-Main zu landen. Die täglichen Rotationen würden dann nicht mehr in Frankfurt beginnen, Maintenance und Reinigung anderenorts stattfinden.

Die Registrierung einzelner Flugzeuge etwa in der Türkei nach dem Muster Air Berlins sei zur Zeit aber nicht konkret beabsichtigt. "Wir schließen aber grundsätzlich keinen Schritt aus, der zu einer weiteren Ertragsstärkung führt", so Wilkens.

Von: Heiner Siegmund, cargoforwarder.eu
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