Nachtflugverbot in Frankfurt Condor-Langstrecke ab München?

13.11.2012 - 17:09 0 Kommentare

Condor sucht offenbar für die Stationierung von Langstreckenmaschinen Alternativen zu Frankfurt . Das strikte Nachtflugverbot könnte damit für Frankfurt zum nächsten Winterflugplan schmerzlich werden.

Condor-Boeing-767 in Frankfurt am Main. - © © AirTeamImages.com - Ralf Meyermann

Condor-Boeing-767 in Frankfurt am Main. © AirTeamImages.com /Ralf Meyermann

Die in Frankfurt ansässige Ferienfluggesellschaft Condor erwägt einen Teilumzug ihrer Langstreckenflotte nach München. Auch Wien steht Gerüchten zufolge zur Debatte.

Condor-Chef Ralf Teckentrup hatte bereits Anfang des Monats in einem Interview mit der Frankfurter Neuen Presse von einem schleichenden Prozess weg von Frankfurt gesprochen und angedeutet, ab dem Winterflugplan 2013/14 umzuplanen.

Bereits vier Mal seit Bestehen des Nachtflugverbots sei es zu kurzfristigen Flugabsagen gekommen. Jede Flugstreichung kostet Condor den Angeben zufolge rund eine halbe Million Euro.

Zum nächsten Winter könnten nun einige der insgesamt 13 Boeing 767 von Frankfurt abgezogen werden, um die finanziellen Risiken mit der extrem strikten Handhabung des Nachtflugverbots ab 23 Uhr zu vermeiden.

Angeblich sollen daher zukünftig einige der Condor-Langstrecken ab München bedient werden. Das erfuhr airliners.de aus Branchenkreisen. In München gibt es zwar auch ein Nachtflugverbot, allerdings erlaubt es am Platz stationierten Maschinen unter bestimmten Umständen einen Start in der hier geltenden Tagesrandzeit zwischen 22 und 24 Uhr.

Auch Wien steht den Angaben nach auf der Liste möglicher neuer Frankfurt-Alternativen für Langstrecken-Stationen. Hier hatte Condor in diesem Jahr bereits in diesem Winter eine neue Langstrecke ins Programm genommen. Bislang hatte Condor die Planung einer Basis in Wien aber dementiert.

Die Airline prüft bereits die Stationierung von Mittelstreckenmaschinen auf Basen rund um das Mittelmeer und den Kanaren, da das Nachtflugverbot an der Heimatbasis in Frankfurt eine produktive Planung der Europa-Umläufe nach eigenen Angaben verhindert.

Von: airliners.de
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