Condor sieht sich für Herausforderung durch Eurowings gewappnet

04.03.2015 - 17:29 0 Kommentare

Auf der Langstrecke wird die Eurowings bald auch der Condor Konkurrenz machen. Doch die Airline sieht sich für den Wettbewerb gut gerüstet, und nennt dafür einige Gründe.

Christoph Debus, Chief Airlines & Hotels Officer der Thomas Cook Group - ©  © airliners.de - Gunnar Kruse

Christoph Debus, Chief Airlines & Hotels Officer der Thomas Cook Group © airliners.de /Gunnar Kruse

Mit ihren neuen Langstreckenverbindungen wird die Lufthansa-Tochter Eurowings in direkter Konkurrenz zur Condor gehen. Und die sieht sich für die Herausforderungen gewappnet: Man müsse mit Herausforderungen leben, von denen die Condor schon verschiedenste gemeistert hat, sagte Christoph Debus, Airline-Chef der Thomas Cook Group, auf der ITB in Berlin im Gespräch mit airliners.de. Als Beispiele nannte er den Markteintritt der Norwegian und die wachsenden Low-Cost-Airlines.

Dass nun auf Strecken, die die Condor seit längerem fliegt, die Eurowings aktiv werden will, birgt für Debus die Gefahr von Überkapazitäten. Doch werde die Condor ihre Märkte verteidigen. Aus verschiedenen Gründen sei die Airline dafür gut aufgestellt. Sie sei nicht nur flexibel, sondern habe auch "ein gutes Produkt, einen starken Vertrieb, gute Kostenstrukturen und motivierte Mitarbeiter", zählte er auf.

Und Condor wächst. Noch vor drei, vier Jahren zählte die Airline neun Langstreckenflugzeuge, in diesem Sommer werden es 13 sein, sagte Debus. Im Winter seien drei weitere Maschinen für den deutschen Markt im Einsatz. Erst gestern hatte die Fluggesellschaft erklärt, das Langstreckenangebot in der nächsten Wintersaison weiter aufzustocken. Beispielsweise wird Havanna ab Frankfurt mit einem zusätzlichen Flug donnerstags insgesamt viermal wöchentlich angeboten.

Wie Debus weiter sagte, ist das Langstreckengeschäft sowohl für das Wachstum von Condor als auch der gesamten Airline Group von Thomas Cook sehr wichtig. Bei Condor mache es rund 40 Prozent des Geschäfts aus und trage überproportional zum Profit bei.

Die Airlines der Thomas Cook Group schaffen nach seinen Worten wiederum substanzielle Werte für den Touristikkonzern. In der Konzernführung sei man mit den Fluggesellschaften auch sehr zufrieden, es gebe keinen Grund über einen Verkauf nachzudenken, kommentierte Debus entsprechende Medienberichte.

Von: airliners.de
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