Condor braucht keinen Ersatz für Lauda-Motion-Jets

24.04.2018 - 08:42 0 Kommentare

Nach dem Ende der Partnerschaft mit Lauda Motion hat Condor acht Flugzeuge weniger im Angebot. Ersatz dafür hat die Thomas-Cook-Airline bislang nicht eingekauft - ist aber auf der Suche nach Zusatzkapazitäten.

Zwei A321 der Condor. - © © Condor -

Zwei A321 der Condor. © Condor

Ende April geht die Zusammenarbeit zwischen Condor und Lauda Motion endgültig zu Ende. Dann werden die Flüge von Niki Laudas Ferienflieger aus dem Condor-System verschwinden. Bisher sind dort noch Abflüge bis zum 30. April zu finden.

Der geplatzte Deal mit Lauda Motion sorgt bei Condor aber offenbar für keine größeren Kapazitätsprobleme für den Sommer. Der Thomas-Cook-Carrier musste bislang keine zusätzlichen Flugzeuge leasen oder chartern, um die Lücken zu füllen, heißt es auf Anfrage von airliners.de.

Starke Nachfrage für den Sommer

Condor halte weiterhin nach Zusatzkapazitäten Ausschau, erklärte ein Sprecher. Doch das liege nicht an den Verwicklungen mit Lauda Motion, sondern an der insgesamt sehr starken Nachfrage für diesen Sommer.

Unter anderem ist Condor weiterhin mit dem Schweizer Ferienflieger Belair im Gespräch. Die ehemalige Air-Berlin-Tochter hatte angekündigt, im Sommer mit drei Airbus-Jets den Betrieb wiederaufzunehmen.

Über 100.000 Passagiere für Lauda Motion

Condor hatte bis Anfang April acht Flugzeuge von Lauda Motion exklusiv in der Vermarktung. Nach eigenen Angaben hat die Cook-Airline bisher für die Österreicher Flüge an "weit über 100.000 Passagiere" verkauft.

Allerdings muss wohl nur für einen geringen Teil dieser Passagiere eine Ersatzbeförderung organisiert werden. Die Einzelplatzgäste mit Flügen ab 1. Mai würden ganz überwiegend von Lauda Motion übernommen - entsprechende Einverständniserklärungen habe man eingeholt, heißt es.

Ersatz braucht Condor vor allem für die Kontingente, die an Reiseveranstalter verkauft wurden. Um welchen Anteil an den 100.000 Sitzen es sich dabei handelt, sagt die Airline nicht.

© AirTeamImages.com, Rudi Boigelot Lesen Sie auch: Thomas Cook Airlines Balearics erhält AOC

Laut Flugplandaten hat Condor im Sommerflugplan ein Angebot von insgesamt rund 8 Millionen Flugsitzen. Das Mittelstreckenangebot wurde in diesem Jahr erheblich ausgebaut - von 31 auf 46 Maschinen. Elf zusätzliche Jets werden allein von den neuen Tochtergesellschaften Thomas Cook Aviation und Thomas Cook Balearics betrieben.

Von: pra
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Die ehemalige Niki-A321 mit der Registrierung OE-LCC fliegt inzwischen als D-ATCA im Condor-Liniendienst. Ex-Air-Berlin-Tochter offiziell Condor-Schwester

    In diesem Jahr ist Condor auf der Mittelstrecke vor allem über die neugegründete Balearics und die ehemalige Air-Berlin-Tochter Aviation gewachsen. Letztere ist nun offiziell Teil des Thomas-Cook-Konzerns.

    Vom 10.12.2018
  • Viele verschiedene Airlines waren in diesem Sommer am Himmel zu sehen - hier 15 von ihnen plus die verschwundene Air Berlin. So performten die Airlines im Sommer

    Bilanz 30 Prozent mehr Flüge als im Sommer 2017 haben die 15 wichtigsten Airlines auf dem deutschen Markt in diesem Sommer angeboten. Gleichzeitig wuchsen auch die Probleme massiv. Mit schweren Folgen.

    Vom 26.10.2018
  • Flugzeuge der Thomas-Cook-Tochter Condor. Condor-Crews stimmen Basen-Aufteilung zu

    Die Condor-Kernflotte soll im kommenden Jahr auf vier Airports konzentriert werden - auch an den anderen Flughäfen gibt es noch "DE"-Verbindungen. Die Mitarbeiter konnten darüber abstimmen. Und haben zum Großteil den Plan abgenickt.

    Vom 22.11.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus