Condor-Chef setzt sich für Flughafen Tegel ein

18.04.2017 - 10:20 0 Kommentare

Wenn der BER eröffnet, soll Tegel schließen. Ein Volksbegehren wehrt sich dagegen. Und auch Condor-Chef Ralf Teckentrup kann sich vorstellen, den Airport weiter in Betrieb zu lassen.

Condor-Chef Ralf Teckentrup. - © © BTW - Svea Pietschmann

Condor-Chef Ralf Teckentrup. © BTW /Svea Pietschmann

Der Chef des Ferienfliegers Condor, Ralf Teckentrup, hat sich dafür ausgesprochen, den Berliner Flughafen Tegel auch nach der Eröffnung des Hauptstadtflughafens BER weiterzubetreiben. "Der neue Flughafen ist, wenn er denn mal aufmacht, vermutlich viel zu klein", sagte Teckentrup dem "Tagesspiegel". "Deshalb habe ich auch eine Menge persönlicher Sympathie dafür, den Gedanken der Offenhaltung von Tegel weiterzuverfolgen."

Es funktioniere ja nicht so, wie man es vor zehn Jahren gedacht habe, zitiert das Blatt Teckentrup, der auch Vorstandsmitglied beim Reiseveranstalter Thomas Cook ist. "Da muss man auch bereit sein, neu zu denken."

Der rot-rot-grüne Senat hält an der Schließung von Tegel fest, sobald der BER eröffnet ist. Im Koalitionsvertrag ist festgeschrieben, die dann frei werdenden Flächen für Gewerbe und dringend benötigtem Wohnraum zu nutzen. Auch Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup hat Forderungen nach einer Offenhaltung von Tegel zurückgewiesen.

Bei einem Volksbegehren, das sich für den Weiterbetrieb von Tegel einsetzt, waren genügend Unterschriften zusammengekommen. Jetzt kommt es zum Volksentscheid. Sollte dieser erfolgreich sein, wäre das Berliner Abgeordnetenhaus daran gebunden.

© dpa, Jörg Carstensen Lesen Sie auch: Tegel-Volksbegehren ist erfolgreich

Von: ch, dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus