Wirbel um möglichen Condor-Rückzug von Berlin-Schönefeld

01.12.2016 - 17:06 0 Kommentare

Irritationen um das Condor-Engagement in Berlin-Schönefeld: Laut Medienberichten zieht sich die Airline im kommenden Winter von dort zurück. Auf Nachfrage von airliners.de relativiert Condor das Ganze.

Eine A321 der Condor. Die Airline gehört zum Thomas-Cook-Konzern. - © © Condor -

Eine A321 der Condor. Die Airline gehört zum Thomas-Cook-Konzern. © Condor

Condor fliegt im Winter 2017/18 nicht mehr von Berlin-Schönefeld. Das sagte der Ferienflieger auf Anfrage der dpa, wie die Nachrichtenagentur selbst mitteilte. Zuvor hatte "Touristik aktuell" darüber berichtet.

Ein Condor-Sprecher relativierte das Ganze jedoch. Es gebe derzeit einen "Rumpfflugplan" für den Winter 2017/2018, in dem Berlin-Schönefeld nicht enthalten sei, sagte er auf Nachfrage von airliners.de. Das könne sich aber jederzeit ändern, da an dem Flugplan weiter gearbeitet werde, so der Sprecher. Eine Entscheidung für oder gegen Schönefeld sei noch nicht gefallen.

Im laufenden Winterflugplan fliegt Condor von Berlin nach Agadir, Antalya, Fuerteventura, Gran Canaria, Hurghada und Teneriffa. Im Sommer 2017 werden von Schönefeld aus sieben Reiseziele angeboten. Der größere Berliner Flughafen in Tegel wird von Condor nicht bedient.

Ryanair und Easyjet mit den größten Anteilen in Schönefeld

Am Airport Schönefeld besitzen derzeit zwei Billigflieger die größten Marktanteile, gemessen nach angebotenen Sitzplatzkapazitäten. Laut "ch-aviation.com" hat Ryanair den größten Anteil (rund 41 Prozent), gefolgt von Easyjet (rund 38 Prozent).

Dahinter landen Norwegian (fünf Prozent) und Aeroflot (vier Prozent). Die restlichen Fluggesellschaften haben einen Anteil von zwei Prozent oder weniger. Condor liegt bei rund einem Prozent.

Condor in den roten Zahlen

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass Condor in die roten Zahlen gerutscht ist. Ein Sparprogramm soll die Airline wieder auf Kurs bringen. Erreicht werden soll das unter anderem durch einen stärkeren Fokus des Flugangebots auf Fernziele.

Geplant ist außerdem, weitere Aufgaben mit den anderen Konzern-Airlines von Thomas Cook zu bündeln und die eigenen Kosten um 25 Millionen Pfund senken. Ein Stellenabbau steht laut einem Condor-Sprecher "nicht im Fokus".

© BTW, Svea Pietschmann Lesen Sie auch: Condor-Chef Ralf Teckentrup muss sparen

Von: ch, mit Material von dpa
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