Coburger entscheiden: Landkreis soll aus Flugplatz-Projekt aussteigen

15.06.2015 - 16:27 0 Kommentare

Ob Coburg einen neuen Flughafen braucht, ist seit längerem umstritten. Jetzt haben sich die Einwohner der Region gegen eine weitere Beteiligung des Landkreises am Projekt ausgeprochen. Dennoch gilt es als wahrscheinlich, dass der neue Flugplatz gebaut wird.

Protest gegen den neuen Verkehrslandeplatz Coburg - © © dpa - David Ebener

Protest gegen den neuen Verkehrslandeplatz Coburg © dpa /David Ebener

Die Bürger des Landkreises Coburg haben sich am Sonntag gegen eine weitere Beteiligung des Landkreises an den Planungen für einen neuen Flughafen ausgesprochen. Nach Angaben des Landratsamtes stimmten 68,9 Prozent der Stimmberechtigten dafür, dass der Landkreis aus der Projektgesellschaft aussteigt. Ein Sprecher zeigte sich überrascht von dem "sehr hohen" Ergebnis. Etwa 35 Prozent der mehr als 71.000 Wahlberechtigten hatten den Angaben zufolge ihre Stimme abgegeben.

Damit muss der Landkreis zum 31. Dezember 2015 aus der Gesellschaft aussteigen und darf kein Geld mehr für den Verkehrslandeplatz nahe Meeder investieren. Insgesamt soll der Flugplatz im Landkreis rund 30 Millionen Euro kosten.

Dennoch gilt es als wahrscheinlich, dass der neue Flugplatz gebaut wird. Man gehe davon aus, dass die anderen Gesellschafter oder ein neuer Gesellschafter dann einspringt, heißt es bei der Projektgesellschaft. Neben dem Kreis sind noch die Stadt Coburg, die IHK sowie Wirtschaftsunternehmen der Region beteiligt sind.

Die Gegner halten das Projekt für unnötig und zu teuer. Naturschützer fürchten zudem den Verlust von Flächen. Aus Sicht der Befürworter ist der bisherige Coburger Landeplatz zu klein. Die Wirtschaft in der Region sei auf einen größeren Flugplatz angewiesen.

Von: dpa
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