Coburger Flugplatz-Gegner wollen Landkreis zum Ausstieg zwingen

20.02.2015 - 17:10 0 Kommentare

Braucht die Region Coburg einen neuen Verkehrslandeplatz? Schon seit Monaten tobt darüber ein Streit. Ein Bürgerbegehren will verhindern, dass der Landkreis Coburg Geld in das Projekt steckt.

Protest gegen den neuen Verkehrslandeplatz Coburg

Protest gegen den neuen Verkehrslandeplatz Coburg
© dpa - David Ebener

Ein rostiges Modell eines Flugzeuges, das die fiktive Kennung "Nixda" trägt, liegt als Protest gegen den neuen "Verkehrslandeplatz Coburg" auf einer landwirtschaftlichen Fläche

Ein rostiges Modell eines Flugzeuges, das die fiktive Kennung "Nixda" trägt, liegt als Protest gegen den neuen "Verkehrslandeplatz Coburg" auf einer landwirtschaftlichen Fläche
© dpa - David Ebener

Gegner eines neuen Verkehrslandeplatzes in Coburg wollen den Landkreis zum Ausstieg aus dem Projekt zwingen. Die Initiatoren eines Bürgerbegehrens sammelten nach eigenen Angaben bis zum heutigen Freitag mehr als 10.000 Unterschriften. Für den Erfolg des Bürgerbegehrens wären 4.300 Unterschriften notwendig gewesen. "Wir haben nicht damit gerechnet, dass die Welle so groß wird", sagte Mitinitiatorin Simone Wohnig.

Damit könnte nun ein Bürgerentscheid folgen - oder der Kreistag beschließt vorab, dass der Landkreis Coburg aus dem Millionen-Projekt aussteigt. Der Verkehrslandeplatz soll nahe Meeder entstehen. Kostenpunkt: etwa 30 Millionen Euro. Ein Argument der Befürworter: Der bisherige Coburger Landeplatz sei zu klein. Und die Wirtschaft in der Region sei auf einen Flugplatz angewiesen. Die Gegner halten das Projekt für unnötig und für zu teuer. Landwirte und Naturschützer fürchten zudem den Verlust wertvoller Flächen.

© dpa, David Ebener Lesen Sie auch: Wirtschaft kontra Naturschutz: Braucht Coburg einen neuen Flugplatz?

Die Projektgesellschaft Flugplatz Coburg sieht einen möglichen Bürgerentscheid gelassen. Geschäftsführer Willi Kuballa sagte, man sei überzeugt davon, dass die Bevölkerung die Bedeutung des Projekts für den Wirtschaftsstandort erkenne. Selbst wenn ein Bürgerentscheid den Landkreis zwinge, aus der Finanzierung auszusteigen, sei der Verkehrslandeplatz dennoch zu verwirklichen. Man dürfe davon ausgehen, dass die 1,5 Millionen, die der Kreis beisteuern wolle, dann von den übrigen Gesellschaftern wie der Stadt Coburg und der Wirtschaft übernommen werden, sagte Kuballa.

Von: dpa
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