Cityline-Piloten gehen für Lufthansa auf Langstrecke

25.09.2015 - 15:20 0 Kommentare

Die Lufthansa will touristisch geprägte Langstrecken unter der eigenen Marke rentabel machen. Darum setzt sie kostengünstigere Cityline-Piloten in die Cockpits von dichter bestuhlten A340. Die erste Maschine ist jetzt abgehoben.

Eine A340-300 der Lufthansa steht am Frankfurter Flughafen. - © © AirTeamImages.com - Mario Aurich

Eine A340-300 der Lufthansa steht am Frankfurter Flughafen. © AirTeamImages.com /Mario Aurich

Die Lufthansa hat ihr touristisches Langstreckenprojekt gestartet. Los ging es jetzt mit der Strecke Fankfurt-Tampa, wie der Konzern am Freitag mitteilte.

Im Cockpit der auf den neuen Routen eingesetzten Airbus A340-300 sitzen Piloten der Lufthansa-Regionaltochter Cityline - aus Spargründen. Sie fliegen um bis zu 20 Prozent günstiger als ihre Kollegen bei der Konzernmutter. Insgesamt werden 190 Cityline-Piloten auf das Langstreckenmuster umgeschult, sagte ein Lufthansa-Sprecher auf Nachfrage von airliners.de.

Die Airbus-Langstreckenflugzeuge werden von der Lufthansa an die Cityline übertragen und dann samt Cockpitbesatzung zurückleast. Auf dieses Konstrukt hatten sich der Konzern und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit Ende 2014 geeinigt.

Lufthansa will touristische Stecken rentabler machen

Bis 2020 sollen insgesamt 14 Maschinen mit erhöhter Sitzplatzkapazität für Lufthansa auf die touristische Langstrecke gehen. Bislang flogen die A340-300 bei Lufthansa mit einer Passagierkapazität von 221 Plätzen, die sich wie folgt verteilten: acht in der First-Class, 48 in der Business- und 165 in der Economy-Class.

Die jetzt gestartete Maschine hat ganze 77 Sitze mehr an Bord und fliegt ganz ohne First sowie mit nur 18 Plätzen in der Business Class. 19 Plätze in der Premium Economy sowie 261 Plätze in der Economy Class bringen die Passagieranzahl in der neu bestuhlten Maschine auf 298.

© AirTeamImages.com, Lesen Sie auch: Lufthansa setzt bei Touristikzielen nicht nur auf Eurowings

Ziel der Airline ist es, die Lufthansa-Langstreckenflüge auch abseits der großen Geschäftsreiserouten rentabel zu machen. Das Prinzip: Der Platz an Bord wird der Nachfrage angepasst. Während im Premiumbereich reduziert wird, steigt das Angebot in der Economy. So kann Lufthansa mit weniger Kabinenbesatzung fliegen und die Flugzeuge insgesamt besser auslasten. Passagiere bekommen einen normalen Lufthansa-Service und bezahlen dafür einen normalen Lufthansa-Preis.

Weitere touristische Ziele kommen dazu

Die jetzt gestartete Route zwischen Frankfurt und dem amerikanischen Tampa wird derzeit fünfmal pro Woche bedient. Ab dem 25. Oktober - also im Winterflugplan - sind es wöchentlich dann noch vier Hin- und Rückflüge. Ende Oktober verbindet eine A340 Frankfurt dann auch mit Nairobi (Kenia), im Dezember folgen Cancun (Mexiko), Male (Malediven) und Mauritius sowie im März 2016 Panama Stadt (Panama).

Das neue Konzept auf der Lufthansa-Langstrecke ist nicht zu verwechseln mit der Eurowings-Langstrecke, die der Konzern zum Winter ab Köln/Bonn starten will. Die Maschinen unter dem Dach der neuen Eurowings werden als klassischer Low-Cost-Carrier operieren - was sich auch auf die Ticketpreise auswirken wird.

Von: ch
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