Dornier 328 und Bombardier Dash-8Q-300 der Cirrus Airlines © Cirrus Airlines
Die geplante Übernahme von Teilen der insolventen Fluggesellschaft Cirrus Airlines durch OLT Express Germany (Bremen) ist gescheitert. Die bereits weit vorangeschrittenen Verhandlungen seien geplatzt, sagte ein OLT-Sprecher am Donnerstag und bestätigte damit Medienberichte. Zu den Gründen äußerten er und eine Cirrus-Sprecherin sich nicht. Einem Bericht der «Saarbrücker Zeitung» (Donnerstag) zufolge soll die Bremer Airline wegen Kündigungsschutzklagen von Piloten von ihren Plänen abgerückt sein.
Vorgesehen war, dass OLT Express bis zu 100 Cirrus-Mitarbeiter übernimmt, vor allem aus den Bereichen Marketing, Vertrieb und Technik. Die Regionalfluggesellschaft wollte das Geschäft zusammen mit ihrem Eigentümer, der polnischen Investmentgesellschaft Ambergold, stemmen und Saarbrücken zu ihrem zweiten Standort machen.
Die Mitarbeiter der Technikabteilung können noch hoffen. Ein polnisches und ein niederländisches Unternehmen hätten Interesse an der Sparte signalisiert, schreibt die "Saarbrücker Zeitung". Der vorläufige Insolvenzverwalter von Cirrus, Jochen Eisenbeis, habe zudem kürzlich die MIP Service & Travel GmbH aus der Insolvenzmasse gegründet. Die Dienstleistungsgesellschaft werde von der früheren Cirrus-Geschäftsführerin Ingrid Schultheis und ihrem Mann Michael übernommen,sagte Schultheis.
Die 1995 gegründete Fluggesellschaft Cirrus Airlines hatte im Januar Insolvenz angemeldet. Der Flugverkehr auf ihren sieben Routen in Deutschland, Österreich und der Schweiz war kurz zuvor eingestellt worden. Kurz vor dem Aus spekulierte die Branche über eine Übernahme durch Skywork Airlines. Die Fluglinie aus Bern dementierte derartige Pläne, beide bestätigten aber Verhandlungen über eine gemeinsame Flugzeugwartung.
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