CIA schließt möglichen Anschlag auf Flug MH370 weiter nicht aus

11.03.2014 - 19:00 0 Kommentare

Der US-Geheimdienst CIA schließt einen Terroranschlag als Ursache des Verschwindens der Malaysian-Airlines-Boeing-777 weiter nicht aus. Es gebe "mehrere mögliche Bekennerhinweise".

Eine Boeing 777-200 der Malaysia Airlines in Reiseflughöhe. - © © AirTeamImages.com - Bailey

Eine Boeing 777-200 der Malaysia Airlines in Reiseflughöhe. © AirTeamImages.com /Bailey

Die CIA schließt einen Terroranschlag als Ursache des mysteriösen Verschwindens des malaysischen Passagierflugzeugs weiter nicht aus. Es gebe "mehrere mögliche Bekennerhinweise", die bislang jedoch nicht untermauert oder bestätigt worden seien, sagte CIA-Chef John Brennan am Dienstag. Ein terroristischer Hintergrund sei nicht auszuschließen. Zuvor hatte Interpol erklärt, zwei Passagiere mit gestohlenen Pässen an Bord seien "wahrscheinlich" keine Terroristen gewesen, sondern Asylbewerber.

Es war das erste Mal, dass ein US-Beamter über mögliche Bekennerhinweise zu dem verschollenen Flugzeug sprach. Es gebe weiterhin viele offene Fragen zum Verschwinden von Flug MH370, sagte Brennan. "Wir beobachten das sehr genau. Es ist ganz klar ein Rätsel."

Interpol erklärte, zwei Passagiere mit gestohlenen Pässen an Bord des Flugzeugs seien Iraner gewesen. Es handle sich vermutlich um einen Fall von Menschenschmuggel. Einer der Iraner wollte nach Angaben der malaysischen Polizei offenbar nach Deutschland einwandern. Der andere Iraner habe Kopenhagen als Ziel gehabt. Offenbar wollten die 18 und 29 Jahre alten Männer ein neues Leben in Europa beginnen und begaben sich deshalb in die Hände einer Schleuserbande.

Von dem Flug MH370 fehlte auch am Dienstag jede Spur. Die Behörden haben die Suchzone inzwischen auf die doppelte Größe erweitert, Schiffe aus mehreren Ländern suchen im Südchinesischen Meer und in der Straße von Malakka nach der Maschine oder Überresten von ihr - bisher aber ohne Erfolg.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord war am Samstag auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking ohne vorherigen Alarm, bei gutem Wetter und mit einem erfahrenen Piloten im Cockpit plötzlich von den Radarschirmen verschwunden. Alle Hinweise auf einen möglichen Absturzort erwiesen sich bislang als falsch, mehrere auf dem Wasser treibende Objekte erwiesen sich letztlich nicht als Wrackteile.

Von: AFP
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