Chinesische Post könnte im Herbst in Hannover starten

07.01.2019 - 12:42 0 Kommentare

Neue Hoffnung für den Start von Flügen der chinesischen Post am Flughafen Hannover: Alle Genehmigungen liegen jetzt vor und auch die Suche nach einer Partner-Airline scheint beendet.

Der Tower des Hannover Airport mit dem dahinter liegenden Cargo Bereich. - © © dpa - Peter Steffen

Der Tower des Hannover Airport mit dem dahinter liegenden Cargo Bereich. © dpa /Peter Steffen

Niedersachsens größter Airport Hannover plant 2019 den Ausbau seines Frachtflugbereichs. "In Sachen Cargo wird sich in diesem Jahr noch einiges tun", sagte Flughafenchef Raoul Hille der dpa. Dazu gehörten auch die immer wieder verschobenen Frachtflüge der China Post.

"Alle Genehmigungen liegen jetzt im Prinzip vor - was noch fehlt, ist die Airline", sagte er. Es gebe derzeit zwei Optionen, von denen sich der Flughafen erhoffe, dass sich eine bis zum Herbst umsetzen lässt.

Neue Suche nach Partner-Airline

Die monatelangen Vorbereitungen der chinesischen Post für ihre Flüge von und nach Hannover hatten vergangenen Sommer wegen Problemen bei einer ins Auge gefassten Charter-Frachtfluggesellschaft Rückschläge erlitten. Sie hatte einen ihrer drei Fracht-Jumbos von Typ Boeing 747 kurzfristig an den Leasinggeber zurückgeben müssen - und konnte damit nicht mehr die vertraglichen Vorgaben erfüllen.

Hintergrund sind Pläne der chinesischen Post, europäische Waren, die von Chinesen im Internet bestellt werden, nach China und umgekehrt chinesische Produkte nach Europa zu transportieren.

Gleichzeitig wurde im Herbst bekannt, dass China Post ihr Engagement in Frankfurt starten wird. Dort hebt bald ein Frachter von Lufthansa Cargo einmal wöchentlich nach Shanghai ab. Beobachter vermuteten damals, dass dies Auswirkungen auf die Pläne für Hannover haben könnte.

80 Starts und Landungen pro Stunde

Hannover ist Norddeutschlands einziger Verkehrsflughafen, der rund um die Uhr angeflogen werden kann und für 2018 mit 6,2 Millionen Fluggästen einen Passagierrekord erwartet. Mit seinen drei Landebahnen ist er für bis zu 80 Starts und Landungen pro Stunde ausgelegt.

Die Anteilseignerstruktur wurde jüngst neu aufgestellt, britische Finanzinvestor Icon Infrastructure vom Flughafenbetreiber Fraport dessen 30-Prozent-Anteil übernommen hat. Die restlichen 70 Prozent entfallen zu gleichen Teilen auf die Stadt Hannover und das Land Niedersachsen.

Von: br, dpa
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