China übt scharfe Kritik an bisheriger Suche nach Flug MH370

19.03.2014 - 14:51 0 Kommentare

China hat scharfe Kritik an der bisherigen Suche nach dem vermissten Flugzeug der Malaysia Airlines geübt. Chinesische Angehörige versuchten heute, das Briefing in Kuala Lumpur zu stürmen.

Eine Boeing 777-200 der Malaysia Airlines in Reiseflughöhe. - © © AirTeamImages.com - Bailey

Eine Boeing 777-200 der Malaysia Airlines in Reiseflughöhe. © AirTeamImages.com /Bailey

China legt derweil bei seiner scharfen Kritik an den malaysischen Ermittlungs- und Kommunikationsmethoden nach. «Es ist bekannt, dass ungenaue oder zumindest unvollständige Informationen dazu geführt haben, dass die anfängliche Suche im Südchinesischen Meer ins Leere lief und kostbare Zeit vergeudet wurde», hieß es in einem Kommentar der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua, den Zeitungen am Mittwoch druckten. Wegen eines Mangels an Transparenz seien massive Bemühungen verschwendet worden und viele Gerüchte aufgekommen. «Es gibt keine Entschuldigung, die gleichen Fehler zu wiederholen.»

Informationen dürften nicht aus Gründen der nationalen Sicherheit unter dem Deckel gehalten werden, sondern müssten zumindest unter den Beteiligten ausgetauscht werden. Die multinationale Suche sei zweifellos beispiellos und kompliziert. Aber Malaysia trage die Verantwortung dafür, eine Plattform zum Austausch der Informationen aufzubauen. Auch die «Geheimdienst-Supermacht USA» müsse rechtzeitig Daten und Informationen liefern. «Es gibt keine Entschuldigung für irgendeinen der Beteiligten, nützliche Informationen zurückzuhalten.»

Etwa eine Handvoll Chinesen stürmte den Pressesaal in einem Hotel in der malaysischen Hauptstadt, wo täglich die Pressekonferenz zu dem Fall stattfindet. Schreiend und weinend enthüllten sie ein Spruchband mit der Forderung "Gebt uns unsere Familien zurück". Sie warfen der malaysischen Regierung vor, Informationen zurückzuhalten. "Sie geben uns jeden Tag andere Informationen", beschwerte sich eine Frau. "Wo ist das Flugzeug? Wir halten es nicht mehr aus."

Die Suche nach Flug MH370, der am 8. März kurz nach seinem Start in Kuala Lumpur Richtung Peking von den Radarschirmen verschwand, ist bislang erfolglos geblieben. An Bord der Maschine der Malaysia Airlines waren 239 Passagiere, darunter 153 Chinesen, und zwölf Besatzungsmitglieder.

Von: dpa, AFP
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